
| Mehr Heiligkeit |
| NAK-Abendmahlsliturgie wird dieses Jahr geändert |
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| Leserbriefe zu diesem Artikel |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 23-05-2010: [quote]gk am 9.03.2010 zu: NAK-Abendmahlsliturgie wird dieses Jahr geändert …………..Erste Informationen dazu sollen offenbar im Rahmen des diesjährigen Pfingstgottesdienstes, der in Kapstadt stattfindet und nach Europa übertragen wird, an die neuapostolischen Kirchenmitglieder weitergegeben werden……………. [/quote] Herzlich dank an die Redaktion, für diese Erstlingsinformation, das war wohl eine so genannte: [b] Pentecostduck [/b] |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 17-03-2010: lieber bamilehu und lieber Wolfgang, welch wundervolle Gedanken! Genauso ist es! Man muss nur mit der richtigen Einstellung am GD teilnehmen! Das fällt uns NAKlern ,denke ich, schwer |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Lieber Uwe Rossow, ich kann Ihrem Erleben in der ev. Kirche nur meines gegenüberstellen, und dieses ist bestens, wo immer ich auch war. Dass in der ev. Kirche manches anders ist als in der neuap. Kirche, mag für Sie wie für viele andere NAK-ler befremdlich sein. Umgekehrt ist es auch so, wie ich von ev. Freunden weiß. Hier ist nicht der Raum, um auf alle Details einzugehen. Nur Eines möchte ich klar stellen: auch Nicht-Neuapostolische haben als Christen selbstverständlich ein Glaubensziel. Es ist Ziel des christlichen Glaubens, nach dem Evangelium des Gottessohnes zu leben, innerlich in sein Wesen hineinzuwachsen, sein ganzes Leben nach dem vornehmsten Gebot auszurichten: Liebe Gott über alles, von ganzem Herzen und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst. Mit diesem Bestreben erreicht der Gläubige einen Stand, der ihn wirklich hoffen lassen kann, dass seine Zukunft ganz in Gottes Händen liegt, was immer auch kommen mag, und zwar nicht nur auf ein Ereignis wie die Wiederkunft Christi bezogen , sondern, was wichtiger ist, für alle Ewigkeit. Angesichts dieser eindeutigen Zielsetzung christlichen Glaubens in nicht-neuapostolischen Kreisen ist es, werter Herr Rossow, unanständig, als NAK-ler anderen Christen. wie Sie es hier tun, anderen Christen ein Glaubensziel abzusprechen. Freundliche Grüße |
| Uwe Rossow aus Marl, 16-03-2010: Liebe(r) bamilehu, dein Erlebnis im Vatikan will ich dir gerne glauben, aber zu glauben, dass es allgemein so in katholischen oder evangelischen Kirchen zugeht ist nicht richtig. Mein Vater ist evangelisch, sodass ich, wenn ich bei ihm zu besuch bin, öfters in evangelischen Gottesdiensten zu Gast bin. Mal abgesehen davon, dass das Abendmahl dort nur etwa alle 4 - 6 Wochen gefeiert wird ist dort immer! egal ob Gottesdienst mit oder ohne Abendmahlsfeier, eine sehr unangenehme Geräuschkulisse und von würdige oder gar heilige Atmosphäre habe ich noch nichts mitbekommen, ganz zu schweigen davon, das dort oft nur 50% - 70% der Gottesdienstbesucher zum Abendmahl gehen. Und das Jesus in der Mitte steht habe ich so auch noch nicht erlebt, oft ist die aktuelle Politik mittelpunkt des Gottesdienstes, ach ja, ´n bisschen wird auch über Jesus gesprochen, aber das er wiederkommen will und wir auf sein erscheinen warten habe ich dort noch nie gehört. Ein wirkliches Glaubensziel gibt es dort nicht!?!?! Das absolute negativhighlite ( tolle Wortschöpfung, oder?) war für mich die Konfirmation der Tochter einer guten Bekannten im Jahre 2005 in Essen. Etwa 20 Konfirmanden, die Kirche proppe voll und zum Abendmahl gingen ~ 20 Ömmakes sowie meine Frau und ich! Die Eltern und Verwandten der Konfirmanden und alle anderen Gottesdienstteilnehmer blieben auf ihren Plätzen. Peinlich! Den Pastor hats aber nicht schockiert, er beendete danach den Gottesdienst und weg war er! Ich will nicht bezweifeln, dass es auch andere Gemeinden gibt, aber die Gemeinden die ich kenne kann ich niemanden empfehlen. Sicherlich ist auch in neuapostolischen Gemeinden nicht alles ok, es gibt bei uns auch "sonne und sonne", aber wenigstens haben wir ein Glaubensziel. |
| Silvia Gerlach aus Annaberg-Buchholz, 16-03-2010: |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: verstehe ich nicht -alles mit Augen und Ohren Wahrnehmbare während der Abendmahlsfeier- |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Hallo balehufi, ein Missverständnis will ich ausräumen: ich bin nicht der Ansicht, dass NAK-ler beim Abendmahl mehr geistlich involviert sind als andere Christen. Mit äusseren Dingen meine ich alles mit Augen und Ohren Wahrnehmbare während der Abendmahlsfeier. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Was für "äußere Dinge"? Sind NAK- Leute mehr involviert? So darf man nicht reden ! Wir sind alles Gläubige! Mutmaßung ist Sünde, mein lieber bamilehu! Worauf hat eine Stammapostel hingewiesen: Eigenverantwortung! Jeder ist für seine Seligkeit selbst verantwortlich |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Ok, balehufi, aber ich bezweifele sehr, dass die Menge der in einer katholischen oder in einer evangelischen Kirche am Abendmahl teilnehmenden GD-Besucher daran denkt, dass Gott seinen Sohn Jesus für ihre Sünden hat so bitter und todbringend leiden lassen. Und ich bezweifele sehr, dass die Menge Hunger hat auf das ’Fleisch’ und Durst auf das ’Blut’ Jesu hat, um dadurch innerlich ’aufgebaut’ zu werden. Feierlichkeit mag aus der Predigt veranlaßt aufkommen, will ich nicht bezweifeln, aber nicht maßgeblich. Da spielen die äußeren Dinge eine viel größere Rolle - jedenfalls für die Menge der Gläubigen. Und die ist nun mal so, wie sie ist - nicht permanent geistlich involviert. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: bamilehu, nicht nur in der katholischen- auch in der evangelischen Kirche wirst du eine Heiligkeit vorfinden! Gänsehaut pur! Warum ist das so? Das beschreibt balehu. Die Predigt ist es! Jesus steht im Mittelpunkt! Folgedessen geht man im Gedächtnis Jesus Christus zum Abendmahl. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Was du, balehu, hier schreibst über die ’innere Einstellung’ zur Sache beim Abendmahl ist sicher aus Lehrsicht in Ordnung. Wenn aber gewünscht ist, dass jeder im GD Anwesende sich damit identifizieren soll, dann möchte ich dem entgegen halten, dass damit zu viel verlangt ist. Denn in bezweifele, dass die Gemeinde in toto dem Wunsch je entsprechen wird oder überhaupt entsprechen kann. Es wird immer einen mehr oder weniger großen Teil unter den Zuhörern geben, die zwar gerne die Tischgemeinschaft, die beim Abendmahl zum Ausdruck kommt, feiern, nicht aber sich mit dem Gedanken befassen möchten, dass da jemand vor Urzeiten für ihre Sünden den Tod erleiden mußte, dass man dafür dankbar sein soll, dass man auch noch sein Fleisch essen und sein Blut trinken soll. Es ist doch normal, dass niemand wegen seines Lebenswandels den Tod eines Dritten erwartet, damit dadurch alles bereinigt werden kann. Umso schwerer ist es doch für jeden, den Tod Jesu so zu werten. Das läßt mich denken, wenn schon mehr Feierlichkeit, dann durch entsprechendes auch von außen erkennbares angemessen Verhalten aller Beteiligten am gemeinsamen Abendmahlstisch. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Badedeno bringt es auf den Punkt. Dies ist nicht nur beim Heiligen Abendmahl das Problem sondern betrifft das gesamte Auftreten unserer Kirche. Wir sind aus der Wohnzimmeratmosphäre der Gründerzeit unserer Kirche noch nicht herausgekommen. Dazu kommt ein ausgeprägtes Selbstverständnis, dass wir als Neuapostolische ja ein besonders exklusives Verhältnis zu unserem himmlischen Vater haben. Wir dürfen uns ja alles erlauben, da uns ja auch alles immer und so oft wir wollen vergeben wird. Wir dürfen sogar das heilige Abendmahl lockerer nehmen, da kommt es nicht so sehr auf die Heiligkeit an, das heilige Abendmahl darf auch schon mal mit einem Spaß der lautstarke Heiterkeit in der Gemeinde auslöst eingeleitet werden. Durch dieses Selbstverständnis besteht die Gefahr, dass der Ablauf des Hl. Abendmahls, das der Höhepunkt eines Gottesdienstes sein muss, auf Grund des immer und in jedem Gottesdienst wiederholten gleichen Vorgangs zum reinen Ritual verkommt. Da ist die Frage berechtigt begreifen die Gottesdienstteilnehmer diesen heiligen Vorgang oder wird er lediglich als Teil des Gottesdienstes empfunden, der dazu gehört wie das Lied zum Beginn des selben. Es ist schon bedenklich wenn musikalische Beiträge die Heiligkeit eines Heiligen Abendmahls prägend beeinflussen sollen, wenn es die Predigt nicht geschafft hat. Dass dies so ist liegt jedoch nicht an den Gottesdienstbesuchern, auch nicht an der Häufigkeit des Vorgangs - denn Jesu sagte ja, „...so oft ihr davon genießet,“ also ihr könnt es tun so oft ihr versammelt seit, aber .....tut es zu meinem Gedenken, und denkt daran ....wie schwer es mir gefallen ist diesen Kelch zu trinken - es mangelt vielmehr an der ernsthaften Vorbereitung auf diese heilige Zeremonie, am Einsammeln der zerstreuten Gemeinde und der konzentrierten Hinführung zu diesem überaus wichtigen Heiligen Vorgang. Mir kommt es oft vor, wie bei dem Bauern der seine Familie und sein Gesinde am Mittagstisch versammelt hat, die Hände faltet und einfach anfängt zu beten, ...komm Herr Jesu sei unser Gast und segne was Du uns bescheret hast, Amen.“ Einige waren mit den Gedanken noch auf dem Acker, einige schauten in der Suppenschüssel nach den dicksten Brocken, die Bäuerin verscheuchte die Katze vom Tisch, die Kinder versteckten sich unter dem selben und die junge Magd warf ihrem Angebeteten verliebte Blicke über den Tisch zu. Einige haben das Amen nicht mitbekommen und sind mit geschlossenen Augen und gefalteten Händen, sehr zur Erheiterung der Andern, noch einige Sekunden stehen geblieben. Dieses passive Verhalten kann man auch in gläubigen modernen Familien beobachten, wenn z.B. morgens oder abends die Familie gemeinsam niederkniet (soll es ja auch noch geben), die Mutter oder der Vater oder auch mal eines der Kinder das Gebet spricht. Wie verhalten sich die Mitbetenden sind sie passiv oder aktiv am Geschehen beteiligt. Weiß jeder, dass er „mitbeten“ muss - sich aktiv identifizieren muss, mit dem was der Vorsprecher als Bitte an Gott richtet - wenn er sicher sein will, dass es auch als „sein Gebet“ vor Gott kommen soll. Das Wichtigste eines Gottesdienstes ist doch unbestritten des Hl. Abendmahl. Jeder GD Teilnehmer muss sich damit identifizieren können und sich fragen: wo sind meine Gedanken beim Hl. Abendmahl? Vereinen sich meine Gefühle mit denen von Jesus Christus, ist mir bewusst, dass er für mich gestorben, dass er von mir erwartet mit allen versöhnt zu sein, überwältigen mich Reue und Andacht? Genau dafür muss durch die Predigt eine Grundlage geschaffen werden. Es muss vor der Heiligen Handlung in den Herzen Stille werden, das muss die Predigt bewirken. Dazu benötigen wir keine neue Liturgie sondern die konsequente Umsetzung der Bestehenden. Denn so lange die Einleitung zum Heiligen Abendmahl nicht alle GD Teilnehmer mitnimmt und hinführt zu einer inneren Bewegung, kann keine Heiligkeit der Seele und mithin des gesamten heiligen Vorgangs aufkommen. Abschließen möchte ich nur noch auf die Gottesdienste von Stammapostel Leber verweißen. Er nimmt sich zu Vorbereitung des Heiligen Abendmahl immer viel Zeit, man spürt seine innere Bewegung und seine eindringlichen Worte erreichen die Gemeinde, das ist vorbildlich. Wenn dies jeder Vorsteher oder Dienstleiter sich zu eigen machen würde, müssten wir diese Diskussion nicht führen. Die Liturgie ist nicht der entscheidende Punkt sondern die Bereitschaft aller Gottesdienstleiter ganz bewusst das Verständnis in der Gemeinde was Heiliges Abendmahl bedeutet zu wecken. Nicht die Wohlfühl- und Spaßgemeinde hält unsere Kirche zusammen, sondern die Vereinigung all unserer Empfindung und Gefühle die ein echtes gemeinsam erlebtes Heiliges Abendmahl auslöst. Denn „... so oft ihr es genießet tut es zu meinem Gedächtnis.“ Nachdenkliche Grüße |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Zur Atmosphäre beim Abendmahl: Ich war einmal im Vatikan zur Abendmahlsfeier (ohne Papst) anwesend . Obwohl es dabei eine Beteiligung von sehr vielen Menschen gab, war die Zeremonie nach meinem Empfinden voller Ruhe, ja Heiligkeit. Ich war sehr, sehr beeindruckt. Ich stelle mir vor, dass es in hiesigen katholischen Kirchen auch so abläuft. Wer das zu erleben wünscht, sollte dorthin gehen. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 16-03-2010: Der Kommentar von Frank Schmidt spricht im zweiten Absatz einen Teilaspekt fehlender Heiligkeit neuapostolischer Liturgie an, denn die bauliche Beschaffenheit einer Kirche ist als Rahmen für die Entfaltung von Liturgie nicht zu vernachlässigen. Wer einer Kirche Wohnzimmergestalt verleiht, wird auch Wohnzimmeratmosphäre erzeugen. Die ist wunderbar geeignet zur fröhlichen gotteskindlichen Familienzusammenführung, lässt aber keinen Raum für eine würdevolle Feier des Mysteriums Christi. An dieser Stelle höre ich schon die Einwände meiner Schwestern und Brüder, die gerade in diesem unverkrampften Umgang mit ihrem „lieben Gott“ immer wieder selig werden und gar keine großen kalten Kirchen und steifen Zeremonien haben wollen. Ihr „lieber Gott“, mit dem sie auf du und du stehen, und der sich genau nach den Vorgaben der Kirche offenbart, ist nicht dieser sperrige und manchmal Unbegreifbare vor dem zunächst und vor allem Ehrfurcht und Demut angebracht wäre. Er ist ein Wohnzimmergott, den man allsonntäglich und in der Woche genau erklärt und vorgeführt bekommt. Was bedarf es da überhaupt einer Liturgie, es reicht doch schon, etwas langsamer zu gehen – aber nicht zu langsam, wir wollen schließlich nicht in äußerlichen Formen erstarren! |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 14-03-2010: Beim Heiligen Abendmahl schreitet jeder andächtig zum Empfang der Hostie. In unserer Gemeinde wird dann eiligen Schrittes wieder der Platz eingenommen. Für mein Empfinden harmoniert das nicht. Lieben Gruss ! |
| Peter Scharf aus Hannover, 13-03-2010: Lieber bamilehu, genau so wie Sie das schreiben so sehe ich das auch. Man sollte mal das ganze Kapitel genau lesen dann kommt man zu dem Schluss. Denn Jesus sagt ja ich bin das Brot vom Himmel. Da geht es wirklich darum, Jesus in sich auf zunehmen. Beim heiligen Abendmahl bekenne ich mich dazu, das ich Jesus täglich brauche, das seine Kraft in mir wohnt und wohnen soll, das er mein Leben verändern darf und das nur er (geistiges) Leben schaffen kann. Liebe Grüße Peter |
| Hans Walter Hoffmann aus Gifhorn, 13-03-2010: Ich denke auch, dass die Einsetzung des Abendmahls eine symbolische Handlung war und demzufolge auch als ein Gedächtnismahl zu verstehen ist. Die wortwörtliche Auslegung wird hier nicht anzuwenden sein. Das ergibt sich alleine schon daraus, dass Jesus dieses Mahl noch vor seinem Opfertod verordnet hat. Nach seiner Auferstehung brach er ja auch das Brot mit Ihnen, und öffnete ihnen damit die Augen. Nirgendwo ist berichtet, das Er eine substantielle Umwandlung erwähnt hat. Es ging doch um die Gemeinschaft, insbesondere die geistige. Und eben die besondere geistige Nähe Jesu beim Mahl. Jesus hat zum Beispiel gesagt, dass der Tempel Gottes in uns sein soll. Niemand käme doch auf die Idee, kleine Tempelchen zu verschlucken. Ebenso sprach er symbolisch von sich als dem Tempel, der in drei Tagen abgerissen und wiederaufgerichtet wird. In allem können wir doch erkennen, was gesagt ist mit ’Mein Reich ist nicht von dieser Welt’. Menschen versuchen natürlich, ihren Glauben an etwas greifbarem festzumachen, brauchen scheinbar auch Führerpersönlichkeiten. Nur bleibt dann der Glaube auf der Strecke und das spirituelle Erleben kommt auch zu kurz. Viel wichtiger fände ich, zu erklären, was mit Fleisch und mit Blut geistlicherweise gemeint ist. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 13-03-2010: Ich weiß gar nicht richtig, weshalb wegen des Themas ’Fleisch’ und ’Blut’ Jesu so viel hin und her überlegt wird. Die Bibel enthält doch nur im Johannes-Evangelium 6. Kapitel Angaben über ein ’Fleisch essen’ und ’Blut trinken’ des Herrn. Wenn man das als so bedeutungsvoll ansieht, dann hat man m.E. die Angelegenheit allein im übertragenen Sinne zu verstehen. Unter diesem Aspekt heißt das für mich in erster Linie: der Christ soll in sich selbst das Wesen Jesu, wie es den Menschen, als Jesus im Leibe wandelte, sich zeigte, verinnerlichen, d.h. da hinein wachsen oder genauso denken, reden, handeln wie er. Auf keinen Fall kann man m.E. davon ausgehen, dass Jesus die Menschen auffordern wollte, Menschenfleisch zu essen und Menschenblut zu trinken - weder wirklich noch symbolhaft. Jesus war, abgesehen von seiner Zeit im Fleische, Geist und ist es noch immer, und unsere Wesensänderung betrifft ebenso im Hinblick auf das Jenseits und die Ewigkeit den Geist. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: Verehrter „gohuhu“, es mag an der schwammigen Formulierung liegen, dass wir hier unterschiedlicher Auffassung sind – oder auch daran, dass die Transsubstantiation auch in der Theologie unterschiedlich definiert wird. Dabei ist es von Bedeutung, wie der Begriff der Substanz aufgefasst wird. Nach der aristetolischen Sicht, wonach die Substanz im Wesen der Dinge und nicht in ihrer sinnlich wahrnehmbaren Erscheinungsform besteht, ist in „geistlicher Wirklichkeit“ eingetretene Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut des Herrn als Transsubstantiation anzusehen. Die römische Kirche sprach im Konzil von Trient vielleicht auch deshalb nicht von Transsubstantiation sondern von Wesensverwandlung, was ihre Auffassung über die physische Verwandlung der Materie, ohne ihre äußere Gestalt zu verändern, deutlicher zum Ausdruck bringt. Ich weiß, dass häufig die Meinung vertreten wird, die derzeitige Lehre der NAK sei als Consubstantiation zu bezeichnen. Wenn man allerdings die Erläuterungen Luthers dazu betrachtet, Christus sei „in mit und unter“ Brot und Wein „gegenwärtig“, so muss man m.E. zu dem Fazit kommen, die Wandlung in der NAK („ist … zu Leib und Blut … geworden – also nicht Realpräsenz Christi in Person, sondern als Hingeopferter) sei als Transsubstantiation anzusehen. Auf Aussagen von Johanning würde ich mich nicht verlassen wollen, zumal sie in dem von Ihnen genannten Zeitraum von acht Jahren keinen Eingang in die offiziellen Äußerungen der Kirche gefunden haben. Letztlich aber kann das bei dem hier behandelten Thema in den Hintergrund treten, denn in jedem Fall, und ich nehme an, hier sind wir uns einig, ist der Heiligkeit des Sakraments in der NAK bisher nicht Rechnung getragen, und deshalb sollte eine Liturgieänderung nicht nur Verfahrensabläufe betreffen, sondern das Sakramentenverständnis vertiefen. Freundliche Grüße |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: :@ Badedeno: Es ist ein Irrtum, dass die NAK bislang die Transsubstantiation gelehrt habe, auch wenn die schwammige Formulierung dies nahelegen könnte. "In geistlicher Wirklichkeit" heißt eben gerade NICHT, dass eine stoffliche Veränderung passiert, sondern dass die Veränderung nur im Glauben erfasst werden kann. Die Position der NAK war und ist - an dieser Stelle - der lutherischen sehr Nahe, was mich Peter Johanning bereits vor ca. 8 Jahren bestätigt hat. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: Bei der Feier des Heiligen Abendmahls geht es m.E. weniger um das Tempo des Geschehens. Auch eine bewusste Dehnung bzw. Verlangsamung in Sprache oder Gestus kann unnatürlich und unfeierlich wirken. Der Liturg sollte lieber authentisch bleiben. Wichtiger erscheint mir, dass Inhalt und Sinn der Abendmahlsfeier verstanden werden. In einem vorigen Beitrag klang dies schon an. Häufig wird die Feier des Heiligen Abendmahls auf Sündenvergebung reduziert und damit das Verständnis des Sakraments verkürzt. Dagegen hilft auch keine Verlangsamung. Tragisch ist, dass durch den Stammapostel das Opfergebet faktisch abgeschafft wurde. Christen bringen Gott gemäß der Schrift aber geistliche Opfer dar (siehe 1. Petrus 2,5). Es erfolgt aber keine gottesdienstliche Darbringung der geistlichen Opfer der Gemeinde mehr, wie es in der Abendmahlsliturgie vorgesehen wäre. Und das, obwohl der liturgische Text noch immer lautet, auf das Dargebrachte (repräsentiert in Brot und Wein) werde das Opfer Christi gelegt. Statt dessen werden Gebete völlig beliebigen Inhalts vor der Aussonderung gesprochen, die manchmal an Peinlichkeit grenzen. Dafür wird im Schlussgebet für die "Opfer" gebetet, obwohl geistliche Opfer in der Regel gar nicht gemeint sind! Denn das im "Opfer"kasten landende Geld, so der Stammapsotel sinngemäß, soll nicht in Zusammenhang mit dem Opfer Christi gebracht werden. Ein Durcheinander... Allerdings hat der Stammapostel in einem Interview erklärt, als geistliches Opfer sei wohl (nur) die Hingabe des Herzens anzusehen. Das Neue Testament nennt aber noch mehr geistliche Opfer (z.B. Dankopfer, Opfer des Lobes (Hebr. 13,15), Opfer des eigenen Willens, Opfer der Mildtätigkeit, nach Philipper 4,18 sehr wohl auch Geld)! Sieht man jedoch als "Opfer" nur die regelmäßigen Geldspenden an, ist in der Tat schwierig, ein Opfergebet der Gemeinde mit Sinn und Leben zu füllen. Weiß aber der Handelnde nicht, was er in der Abendmahlsfeier am Altar tut, wird sich auch keine wirkliche Heiligkeit einstellen. Auch nicht durch mehr oder weniger Musik... |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: So wünschenswert es auch sein mag, eine Entschleunigung des Hl. Abendmahles in der NAK zu erreichen, so wichtig ist es zu erkennen, dass Liturgie sich nicht in einem bloßen Ablaufszenario erschöpft. Wenn es der NAK mit der Liturgiegestaltung ernst ist, muss sie darauf sehen, dass kirchliche Liturgie, gerade die Sakramenten-Liturgie, das Bild der transzendentalen Wirklichkeit des Sakramentes vermitteln soll. Dabei ergibt sich schon die erste Frage, ob eine Liturgie zum Hl. Abendmahl entwickelt werden kann, wenn gar nicht klar ist, welches Abendmahlsverständnis die Kirche überhaupt hat. Nach den – bisher unwiderrufenen – Aussagen von „Fragen und Antworten“ werden Brot und Wein „in geistlicher Wirklichkeit“ zu Leib und Blut des Herrn (Transsubstantiation). Wenn Johanning nun ausführt, dass „Leib und Blut des Auferstandenen zu Brot und Wein hinzutreten (Consubstantiation), so ist das eine ganz wesentliche Veränderung des Abendmahlsverständnisses. Leider weiß der verwirrte Leser nie, ob Johanning sich falsch ausgedrückt hat, ohne sich dessen bewusst zu sein oder ob er wirklich die Änderung des Abendmahlsverständnisses vorab bekanntgeben wollte. Es wurde in den Kommentaren schon darauf hingewiesen, dass beim Amtsvolk ohnehin die absurdeste Begriffsverwirrung herrscht. Wenn nicht erst einmal hier für Klarheit gesorgt wird, kann eine wie immer geartete Liturgieänderung nur ein kosmetischer Eingriff in die Ablauforganisation sein und sonst nichts. Die Zitate in dem gk-Artikel lassen allerdings die Befürchtung entstehen, etwas anders sei auch gar nicht beabsichtigt. An dieser Stelle möchte ich auch gleich ein Argument vorwegnehmen, das seitens meiner Nach-Schreiber zu erwarten ist: Vielfach wird gesagt, die theologischen Ansichten zu diesem Thema seien unwichtige Haarspalterei, schließlich sei jeder zum Tisch des Herrn geladen und es genüge, Brot und Wein gläubig zu sich zu nehmen. In Gemeinschaften, in denen diese Abendmahlsauffassung herrscht, ist das sicherlich richtig. Dort, wo die Hinnahme und Wirksamkeit der Kommunion den Glauben an das dogmatische Verständnis vom Abendmahl voraussetzt, ist es das nicht. Die Liturgie hat die Aufgabe zu leisten, das Abendmahlsverständnis der Kirche darzustellen. Gemeinschaften, welche die Liturgie auf die leichte Schulter nehmen, sind natürlich flexibler. Ob statt Wein Traubensaft gereicht wird, kann vielleicht noch begründet werden, wenn das Abendmahl aber dann zum gemeinsamen Essen und Trinken wird, bei dem jeder sich seine bevorzugte Sorte Brot und verschiedene Getränke aussuchen kann, ist der Gedanke nicht mehr weit, das Ganze auch als Veranstaltung mit Grillwürstchen und Bier ablaufen zu lassen. Ich wünschte mir dagegen, dass auch in der NAK endlich die Bedeutung des Hl. Abendmahles nicht nur mit drei wolkigen Sätzen vor Beginn der Abendmahls“feier“ beschworen, sondern im Bewusstsein und in der Liturgie gelebt wird. Dann müssen wir uns über den Ablauf keine Gedanken mehr machen. Solange aber bezirksweise Liedempfehlungen gegeben werden, die das Abendmahlsgeschehen, ob i.S. von Transsubstantiation oder Consubstantiation, konterkarieren und keine andere Absicht verfolgen, das vorherige „Wort vom Altar“ noch einmal lebendig zu machen, habe ich da meine Zweifel. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: Auch ich kann eine mögliche "Entschleunigung" der Abensmahlsfeier nur begrüßen und hoffe das hier nicht wieder zuviel Gegenwind auf lokaler Ebene herrscht. Bei uns in der Gemeinde ist es teilweise so, dass viel schief schauen, wenn der Organist die Zeit während dem Abendmahl "nur" Orgel spielt und wartet bis die Hälfte der Gemeinde das Abendmahl bekommen hat und in Ruhe beten kann, bevor der Gemeindegesang beginnt. DAs obligatorische Chorlied ist leider immernoch ein absoluter Pflichtteil bei uns in der Gemeinde. Wieso nicht einfach ein paar Minuten Ruhe - ganz ohne Musik. In der ev. Kirche gibt es öfter Minuten der RUhe, das ist herrlich entspannend. Die Unterscheidung von Sündenvergebung und Abendmahl ist wirklich nicht überall bekannt und so wird leider allzuoft gleichgesetzt. Ich denke das Problem dabei ist, das sich viele mit dem Thema gar nicht beschäftigen wollen, weil sie es früher nie anders gelernt haben und so trottet man eben schön mit. Mitdenken, nachfragen, hinterfragen findet leider viel zu wenig statt.... Ich bin sehr auf die Änderungen gespannt! |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: [zitat]Auch hat die Häufigkeit der Abendmahlsfeiern diese nicht aufgewertet, sondern irgendwie banalisiert. [/zitat] Dieses Empfinden setzt voraus, dass das Abendmahl im Sinne des "Erfinders" als Feier der Gemeinschaft mit Christus und untereinander verstanden wird. Viele neuapostolische Christen sehen darin jedoch den Akt, in dessen Rahmen "die Sünden vergeben werden". Ausschließlich in diesem Rahmen. Ausschließlich in diesem Moment. Ausschließlich auf diese Art und Weise. Unter Beachtung dieser (von mir nicht geteilten) Meinung ist es verständlich, dass viele Geschwister den nächsten Gottesdienst mit heiligem Abendmahl "herbeisehnen". Nicht um Gemeinschaft mit dem zu feiern, der sie von den Sünden erlöst hat(!), sondern um die Sünden "vergeben zu bekommen". Ein Verzicht auf das Mittwoch-Abend-Mahl würde die in Sünde (und damit für viele in Angst) erlebten Zeitintervalle jeweils um 3-4 Tage verlängern. Ein Glaube, der mich mitleiden lässt...... Wie froh und dankbar bin ich meinem Herrn, dass er mich zur Zeit aus dieser Bedrückung befreit. Ja, ich habe nicht geschrieben "befreit hat", denn das ist ein längerer Weg. Aber das Gehen darauf läßt mich von Tag zu Tag freier atmen. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: [zitat]Warum kann nicht das Austeilen der Hostien nur von feierlichen und der Heiligkeit angemessenen Orgelklängen begleitet werden? Wenn dann alle wieder sitzen, können alle gemeinsam in Ruhe das Abendmahlslied singen bzw. das Lied des Chores mit ganzer Aufmerksamkeit anhören.[/zitat] Liebe(r) hukami, ich stimme Dir ja völlig zu - aber warum macht Ihr es nicht einfach? Das ist seit Jahren bei uns gängige Praxis... Zitat aus "Anleitung Musik": [zitat]Während der Austeilung des Heiligen Abendmahles an Amtsträger sollte andächtige Stille gewahrt bleiben. Es kann aber auch ein Musikstück vorgetragen werden. An dieser Stelle begonnene musikalische Vorträge müssen in Ruhe zu Ende geführt werden. Da in kleinen Gemeinden häufig während der Austeilung des Abendmahles kein Gemeindegesang zustande kommt, kann ein Orgel- oder Instrumentalvortrag dargeboten werden, dem sich nach der Austeilung des Abendmahles ein von der Gemeinde gesungenes Lied anschließt. [/zitat] Nur Mut! |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 12-03-2010: Zunächst muss ich „bakahumi“ zustimmen: Der Gottesdienst am Sonntag sollte sich in seiner Bedeutung und Feierlichkeit deutlich vom Wochengottesdienst abheben bzw. unter der Woche wären Gesprächskreise o. ä. die bessere Wahl. Auch hat die Häufigkeit der Abendmahlsfeiern diese nicht aufgewertet, sondern irgendwie banalisiert. Hoffentlich ändert sich dann auch am sonstigen Ablauf etwas, und die in unserer Kirche leider oft vorhandene „seltsame Hektik“ (nach den Worten eines Gastes) wird wenigstens aus diesem Abschnitt des Gottesdienstes herausgenommen. Man darf sich in unserer Gemeinde z. B. kaum ein kurzes Gebet nach dem Empfang der Hostie erlauben, weil man schnell das Gesangbuch aufschlagen und sich am Gemeindegesang beteiligen muss (alle die am Platz sind müssen singen, weil sonst der Gemeindegesang zu dünn wird). Warum kann nicht das Austeilen der Hostien nur von feierlichen und der Heiligkeit angemessenen Orgelklängen begleitet werden? Wenn dann alle wieder sitzen, können alle gemeinsam in Ruhe das Abendmahlslied singen bzw. das Lied des Chores mit ganzer Aufmerksamkeit anhören. Im Übrigen tragen auch die häufig allzu kurzen und hastigen Chorbeiträge dazu bei, Hektik statt Heiligkeit zu verbreiten. Wenn man Heiligkeit empfinden will, muss man zunächst zu Ruhe und Besinnung kommen. Leider wird das bei uns oft durch pausenlose „action“ verhindert. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 11-03-2010: Meinen wohlwollenden Gästen katholischen Glaubens ist die fehlende Heiligkeit beim Abendmal aufgefallen: zu weing Hinführung! Ich freue mich, dass hier eine Reform stattfindet! Danke lieber Stammapostel. Für den Mittwochsgittesdienst wünsche ich mir eine ganz kurze Andacht und danach Gesprächsrunden. Der Abendgottesdienst fällt mir sehr schwer nach oft 12 Stunden Arbeit. Reden ist besser möglich als zuhören! Vielleicht liest ja jemand von der KL diesen Leserbrief. Ich gebe gern meinen Namen bekannt, aber nur über die Redaktion. Wer hier unter seinem Namen schreibt, ist über google sofort für JEDERMANN einsehbar. Ich bekenne meinen Glauben gern, aber nicht anonym, ohne persönliches Gespräch! Verkehrte Welt! Nunja, so ist es eben. |