
| Parade-Exklusivist wird Bezirksältester |
| Jürg Meier: „Gretchenfrage“ mit NAK-Selbstbild beantworten |
Dieser Artikel zählt zu unserem Premiumangebot. Um ihn zu lesen können sie sich
|
| Leserbriefe zu diesem Artikel |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 26-01-2010: Halle : Basel - 1:0 |
| Peter Scharf aus Hannover, 26-01-2010: Hallo zusammen, wenn man den Missionsbefehl Jesus beachtet, dann erledigt sich die Gredchenfrage von ganz alleine. Dann bezeugt man Jesus in Wort und Tat und wenn dann Menschen zu Jesus finden dann kann das nur gut sein. Keine Kirche kann erretten, sondern nur Christus. Jesus sagt zu einem fragenden Juden, ob denn wehnige gerettet werden, ringt darum dass ihr durch die enge Pforte hineingeht, Christus selbst ist diese Pforte/Türe. In den Ichreden Jesu erledigt sich auch alles von alleine. Ohne Jesus einfach nichts, ausser ewiges getrennt sein von Gott. Unsere Kirche hat sich geeinigt, da sie ja in den ACK will, keine Mitglieder anderer Kirchen abzuwerben. Ich bin der Meinung, lieber das zu suchen was uns in Jesus vereint und nicht immer das, was uns trennt. Alles andere sollte man den großen Gott überlassen, nur der allein kann bewerten. Liebe Grüße Peter |
| Heinz Mannke aus Sarstedt, 26-01-2010: Die Aussage von Jürg Meier "meine bisherige Kirche verlassen" halte ich für ungeschickt formuliert. Niemand muß überredet werden seine Kirche zu verlassen, wenn er sich dort wohl fühlt. Allerdings scheint das wohl auch nicht seine Hauptaussage zu sein, sondern vielmehr, daß auf das Selbstbild der neuapotolischen Kirche bezug genommen wird. Und dazu möchte ich anmerken, daß die Aussage Meiers "dass auch heute das Evangelium Jesu Christi unverfälscht durch seine Apostel verkündigt wird" gar nicht im Selbstbild enthalten ist. Auf diese Weise könnte so langsam ein falsches Selbstbild entstehen. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 26-01-2010: Leider erscheinen mir die Ausführungen von badedeno richtig. Tendenziell erfährt man immer mehr Rückwärtsgewandheit, Exklusivität, und auch alte Zöpfe (z.B.das böse Internet) kommen wieder zum Vorschein. So wird, wie von mir schon an anderer Stelle bemerkt, die von Bruder Sepers vorhergesehene Entwicklung der Kirche wohl tatsächlich Wirklichkeit werden. Überall sind Profilschärfer am Werk (des Herrn) und immer öfter höre ich die Frage:"Hat uns das (Ge- und Verbötlein) geschadet?" Verbunden mit dem Hinweis: "Früher hat man noch gewusst wo man dran ist" Diese Zeiten wünschen sich wohl in der Tat viele zurück. Wer Veränderungen anmahnt, wer unbequeme Fragen stellt etc. bekommt den Hinweis doch bitte auf das (viele) Schöne zu sehen und nicht immer so negativ zu denken. Vorwärts NAK, es geht zurück. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 26-01-2010: Wer auf die von Jürg Meier angeführten Fragen "Und weshalb genau sollte ich meine bisherige Kirche verlassen und zu euch kommen? Wo genau ist der Unterschied?" die laut dem Artikel ebenfalls von Jürg Meier empfohlene Antwort gibt: "Es ist letztlich unser Glaube, dass auch heute das Evangelium Jesu Christi unverfälscht durch seine Apostel verkündigt wird und die Spendung der Sakramente Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl sowie die Vergebung der Sünden an das Apostelamt gebunden sind." -- der sollte recht bedenken, wie inhaltlich wahr dies ist! Ja, obiges mag vielfach "unser" Glaube sein. Aber nicht der Glaube des Fragenden. Und warum sollte der also die Kirche wechseln? Wegen "unseres" Glaubens? Wohl kaum. Er sollte die Kirche wechseln, wenn SEIN EIGENER Glaube ihm dies gebietet. Im Übrigen sollte man den Bezirksältesten in spe Meier schnellstens darüber aufklären, dass Stammapostel Leber seine in Osnabrück getroffene Aussage, die Sündenvergebung sei an das (neuapostolische) Apostelamt gebunden, mittlerweile mit den folgenden Worten revidiert hat: "Ob auch ohne Apostelamt die Sündenvergebung gilt, ist eine souveräne Entscheidung Gottes." (Siehe den Artikel "Unabsichtlich zu weit vorgewagt - Stammapostel nimmt Osnabrück-Aussage zur Sündenvergebung zurück" aus dem gk-Magazin: http://www.glaubenskultur.de/premiumartikel.php?id=1031) Ich für meinen Teil wünsche Jürg Meier im Jahr 2010 weniger über andere richtende Milchmädchenrechnungen und dafür den Mut zur klaren Selbsterkenntnis. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 26-01-2010: Verehrter „hukami“, lassen Sie mich einige „Schärfungen“ zu Ihren Aussagen anbringen: Stammapostel Leber ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht bereit, das Selbstbild der NAK – und insbesondere das Selbstverständnis ihrer Repräsentanten – zu verändern. Selbst in der dahinter an Bedeutung zurücktretenden Problematik der „Botschaft“ steht er ja im Lager der bis zur Widersinnigkeit konservativen Vertreter neuapostolischer Gläubigkeit. Insofern würde ich Meier nicht als scheuklappenbewehrten Fanatiker bezeichnen, wenn dieses Prädikat nicht auch und zuallererst auf seine Vorangänger angewendet würde. Sie äußern sich zwar konzilianter, aber sie sind schließlich die Urheber der Meierschen Missionsbeflissenheit. Er setzt doch nur konsequent um, was die NAK lehrt! Vielleicht sehen wir hier die Anfänge der künftigen (und uralten) „Werbestrategie“, wie Sie es nennen. Wie viele exklusivistische Sekten (als prominenteste Beispiele: Zeugen Jehovas und Mormonen) zeigen, scheint es auch heute noch, und vielleicht mehr denn je, Menschen zu geben, sie sich zu solchen Gebilden hingezogen fühlen. Das mögen vielleicht weniger sein, als der NAK den Rücken kehren werden, aber es sind verlässliche Gläubige, die auch die größten theologischen Verirrungen kritiklos hinnehmen und sich allein schon der Exklusivität wegen als Erwählte fühlen. Dafür kann man gern auf die nicht engagierten und vor allem die (wenigen!) Unruhestifter verzichten. „Gesundschrumpfen“ nennt man das betriebswirtschaftlich – auch wenn es geistlich betrachtet krank ist. Ein weiterer Gesichtspunkt soll aber nicht außer Acht gelassen werden. Wie in anderen Kirchen auch, findet eine kritische Auseinandersetzung vorwiegend in Europa, mit Schwerpunkt in Deutschland, statt (und zum Teil in Nordamerika). Der weitaus größte Teil der Gläubigen der NAK aber lebt in Afrika. Ich bin mir sicher, dass unsere Überlegungen dort auf Unverständnis und Desinteresse stoßen würden. Sollte der nächste Stammapostel daher kommen, werden wir uns noch wundern, zu welchen weiteren „Schärfungen“ die NAK in der Lage ist. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 26-01-2010: Ja, das unselige „Selbstbild“ wird uns noch viel Kummer bereiten, wird noch viele zum Austritt aus der NAK bewegen, wird noch manche zur Niederlegung ihres Amtes veranlassen und wird noch sehr viel mehr Amtsträger und Mitglieder als bisher in die „innere Kündigung“ treiben. Das ist dann der Zustand, wo man äußerlich noch als „treu“ wahrgenommen wird, sich innerlich aber längst von einer Kirche distanziert hat, mit deren unbiblischen Anmaßungen und selbstherrlichen, unchristlichen Aussagen man sich nicht mehr identifizieren kann und will. So lange aber unser Stammapostel nicht bereit oder in der Lage ist, dieses verhängnisvolle und auf die Dauer für unsere Kirche zerstörerische „Selbstbild“ zu korrigieren, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn scheuklappenbewehrte Fanatiker wie Jürg Meier auch noch befördert werden. Mit seiner Antwort auf die „Gretchenfrage“ können allerdings hierzulande kaum noch Mitglieder gewonnen werden, viel öfter werden potenzielle Interessenten gerade durch solche – gegen die gesamte übrige Christenheit gerichtete – Aussagen abgeschreckt oder gar zu überzeugten Gegnern unserer Kirche gemacht. Diese „Werbestrategie“ wird also auf die Dauer nicht aufgehen, sondern noch viel Schaden anrichten – ganz abgesehen davon, dass sie zutiefst unredlich und unchristlich ist. Und so lange wir sie nicht aufgeben, werden wir völlig zur Recht auf breiter Ebene keine Chance haben, in die ACK zu kommen. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 26-01-2010: Jürg Meier gebührt Anerkennung für sein Verdienst, das Selbstverständnis der NAK klar und ungeschminkt darzustellen – ungestört von taktischen Ökumene- und Außenwirkungsüberlegungen. Das mag den Mediensprecher der NAKI und manch einen Öffentlichkeitsbeauftragten in ihrem Bemühen, den Charakter der NAK als exklusivistische Religionsgemeinschaft zu verschleiern, stören, aber es ist wahrhaftig und im Sinne der Leberschen „Schärfungen“ konsequent. Nicht Meier ist es, der dafür Kritik verdient, sondern die NAK, die nach außen ein anderes Bild darzustellen versucht, als sie es in Wahrheit abgibt. Kritik von außen versucht die NAK bisher durch eine Kombination von geheucheltem Verständnis und wirklichkeitsleugnender Argumentation zu begegnen und Kritik von innen wird ignoriert oder, wenn sie nicht zu überhören ist, unterdrückt. Insofern mögen die Meiers mit ihrer nicht zu unterdrückenden Außenwirkung in der NAK einen Klärungsprozess erzwingen und ihre Kirche dazu nötigen, Farbe zu bekennen. Das mag für all diejenigen, die in der NAK auf Fortschritte hofften oder diese sogar schon eingetreten sahen, schmerzlich sein. Es wird auch sie vor die Entscheidung stellen, weiterzumachen wie bisher oder sich ihre „Gretchenfrage“ zu stellen: Kann diese Kirche noch meine sein? |
| Rainer Lorenz aus Hannover, 26-01-2010: Auf diese "Gretchenfrage" darf es m.E. nur eine Antwort geben: Wenn Sie sich in Ihrer Kirche wohlfühlen, dann bleiben Sie dort! Ansonsten sind Sie herzlich willkommen! Es kann doch wohl nicht sein, dass wir bei einer immer stärkeren Entchristianisierung der westlichen Welt uns gegenseitig versuchen, die Kirchenmitglieder streitig zu machen. Gott hat denen, die ihn suchen, zugesagt, dass sie ihn auch finden werden. Um diese geht es in unserer Mission, ausschließlich um diese! Rainer Lorenz, Hannover |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 26-01-2010: Na also. Es bleibt alles wie es war: Die NAK ist das "Werk Gottes", wir sind exklusiv und bleiben es. Nur "wir" verkünden das wahre Evangelium... alles Herumgeeiere der letzten Jahre war Kirchenpolitik. Wie schön, dass unser Herr Jesus Christus die Frage, wie man ewiges Leben bekommt, vielfach und eindeutig beantwortet, im Einklang mit Seinen Aposteln: Durch Glauben an IHN, der allein ewiges Leben geben kann. "So sei euch nun kundgetan, liebe Brüder, dass euch durch ihn Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt." (Apostel Paulus in Apostelg. 13,38) |