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„Es ist kein Wunder, dass ich parteiisch bin“
 
Eine Bilanz der bisherigen Geschichtsaufarbeitung in der NAK
 
Der Historiker Dr. Christian Ruch hat sich die Geschichtsaufarbeitung der NAK einmal genauer angeschaut, die Stammapostel Richard Fehr vor zehn Jahren angekündigt hatte. Seit 1999 werkelt Apostel Walter Drave vor sich hin und das Ergebnis ist äußerst dürftig.
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel
 
(Name und Ort der Red. bekannt), 28-04-2010:
Zitat aus dem GK-Artikel:
"Was die GNK selbst betrifft, scheint der Kirchenleitung jedoch bis heute nicht daran gelegen zu sein, „tabufrei“ zu agieren. Denn es wurde und wird nicht transparent gemacht, wie die GNK arbeitet, wie viele Mitglieder sie hat und wer zu diesen zählt. Selbst für NAK-Insider scheint die Zusammensetzung der GNK nicht ersichtlich zu sein, das Gremium ist also eher eine Art undurchschaubare „Black Box“. Auch als die GNK am 4. Dezember 2007 ihren ersten Bericht vorlegte (siehe unten), wurde auf eine Nennung der Mitglieder und Angaben zu ihrer Qualifikation als historisch Forschende verzichtet. Bekannt wurde lediglich, dass mit der Leitung der Arbeitsgruppe „Apostel“ Walter Drave betraut wurde. "
==== Ende des Zitats ====

Die Neuapostolische Kirche antwortet auf den Artikel von Herrn Dr. Ruch im Materialdienst der EZW und schreibt abschließend wie folgt:

"Dr. Ruch erhebt den Vorwurf, die AG "Geschichte der NAK" sei eine "Black Box", ihre Besetzung also nicht transparent. Dazu ist zu sagen: Die Besetzung kirchlicher Gremien wurde bisher meistens nicht offiziell bekannt gemacht. "

Diese Aussage einzuordnen fällt mir schwer. Die Glaubenskulturredaktion verfolgt sicherlich die Kirchenveröffentlichungen mit viel mehr Aufmerksamkeit als ich dies tue. Vielleicht kann sie die Aussage bestätigen, dass die NAK die Mitglieder ihrer Kommissionen üblicherweise _nicht_ namentlich nennt. Ich denke, dass zumindest bei bebilderten Artikeln in den Bildunterschriften jeweils auch die Personen erwähnt worden sind.

Weiter schreibt die NAK: "Aber dahinter steht keine Geheimniskrämerei. Die Kirchenleitung gibt jederzeit auf Befragen die Namen der Mitglieder bekannt."

Es handelt sich in diesen Fällen also um eine Hol-Schuld.

Martin Witzel aus Schoenaich, 01-02-2010:
Sehr geehrte(r) bakafihu,

Bei dem erstem von Glaubenskultur organisierten Treffen in Wuppertal habe ich den Vortrag von Apostel Volker Kühnle über die Ökumene in der NAK besucht. In diesem Vortrag saß auch mindestens ein Mitglied der VAG, wie sich später herausstellte. Diese von ’bagogo’ zitierte Schreiberin aus dem NACboard fragte Volker Kühnle, warum dieses Amt, das sich "Amt der Versöhnung" nennt, eigentlich immer noch nicht in der Lage ist, den Geschwistern in der VAG die Hand zur Versöhnung zu reichen. Die Erinnerung an den nur Tage vor diesem Treffen stattgefundenen sogenannten zweiten "Informations"-Abend vom 4. Dezember 2007, in dem Herr Drave seinen bewussten Vortrag hielt, war noch sehr frisch.

Ich hatte das Gefühl, dass _alle_ Anwesenden von dieser besorgten Frage bewegt waren. An Volker Kühnles Antwort erinnere ich mich nicht mehr.

(Name und Ort der Red. bekannt), 01-02-2010:
Werte Geschichtsinteressierte und NAK-Historiker,

in Anlehnung an das Lied (NGB 106, aus Vers 3), wo es heißt,
"Was wird´s tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten", wäre es nicht eine Möglichkeit um das über die Jahrzehnte "beharrlich durchgepflegte" Tabuthema Geschichtsaufarbeitung in der NAK zu enttabuisieren, zu singen: "Was wird´s tun, wenn sie sich nun, ALLE vor sie (die KL) wagen und zusammen fragen:

Wie lange noch, lieber Stammapostel, ihr lieben Apostel Jesu, wollt ihr uns noch über unsere unter den Teppich gekehrte Vergangenheit und die Ambivalenz unserer Lehre im Unklaren lassen?

Wann wollen wir anfangen damit, wenn wir nun unsere Gaben darbringen zu dem Altar und uns dort erinnern, dass unser Bruder (Geschwister der VAG) etwas gegen uns haben, so sollen wir unsere Gaben dort vor dem Altar lassen und vorher hingehen und uns mit unserem "Bruder" versöhnen und dann kommen und unsere Gaben darbringen (spricht Jesus in Matth. 5, 23 ff)

Wie sieht die Praxis der Versöhnung seit knapp 55 Jahren aus?

Besorgte und fragende Grüße

(Name und Ort der Red. bekannt), 31-01-2010:
Wie Herr Dr. Ruch in seiner Analyse, so stellte auch eine Schreiberin im NACboard eine ganze Reihe Fragen schriftlich an diese Kirche. Einige dieser Fragen sind hier nachzulesen: http://nacboard.yuku.com/reply/54701#reply-54701

Es sieht so aus, als ob diese Kirche um Antworten verlegen sei.

Sebastian Müller aus Großkugel, 12-01-2010:
Über die bisherigen Versuche einer neutralen Geschichtsaufarbeitung der NAK braucht man nicht zu sprechen. Aus verschiedensten Gründen scheint das nicht klappen zu wollen. Ich würde da nicht nur die die Fehler bei der PG Geschichte suchen wollen, da spielen auch noch weitaus andere Faktoren eine Rolle.

Generell sehe ich es so, dass nur eine aufgeklärte Kirche, die ihre Geschichte aufgearbeitet hat, weiß, wo sie herkommt und wo Fehler gemacht wurden auch sicher in die Zukunft gehen kann. Fehler verschleiern oder zudecken bringt nichts. Das birgt die Gefahrt, dass diese Fehler wieder passieren oder einen irgendwann mal potenziert einholen. Daraus lernen ist die Devise.

Das "Netzwerk Apstolische Geschichte" werden die einen oder anderen kennen. Bei der neutralen Aufarbeitung von Themen werden zwar ab und an Fehler der Kirche aufgedeckt, jedoch folgen diese meist ganz menschlich und unbeabsichtigt aus damals bestehenden Situationen. Es wäre überhaupt keine Blöße, wenn man dieses zugeben würde. Manchmal schlichen sich sogar Unwahrheiten über viele Jahrzehnte durch, die sogar das Licht der Kirche trüben und sich im Nachhinein für die Kirche besser darstellen.

Wenn sich Gläubige bewusst für eine Konfession oder einen Glauben entscheiden so möchten diese auch gerne wissen, was sie glauben (zwar singen wird das in einem Lied, aber...). Das bedeutet Aufklärung, klare Aussagen und eine klare Führung. Kein Verschleihern oder Sprüche wie "das war schon immer so", "früher haben wir das auch so gemacht" oder "das ist nicht üblich".

Ein Beispiel:
Aktuell beschäftige ich mich familiär mit der Taufe. Sehr gern möchte ich Taufpaten bestimmen, die über das religiöse Leben (bzw. Unterweisung) meines Kindes wachen. Damit ist gewährleistet, dass das Kind später mal weiß, wofür oder wogegen es sich entscheidet. Ich finde das extrem wichtig, denn die wenigsten Konfirmanden wissen wirklich was sie da tun... (Keine Verallgemeinerung!). Geht man damit an die NAK-Leitung erhält man entweder keine Antwort oder den Spruch "das ist nicht üblich". Gut, das stimmt soweit sogar. Aber ein paar kurze Blicke in die Vergangenheit zeigt, dass bis 1938 das durchaus üblich war und sogar 1921 noch in den damaligen "Fragen und Antworten" (war damals noch ein Unterweisungsbuch für Religionsschüler) erfasst war. Stap. Bischoff ließ das Stück für Stück auch im Zuge der "Lehre vom neuen Licht" verschwinden, genauso wie die Hlg. Versiegelung von "nach der Konfirmation" auf "nach der Taufe" vorgezogen wurde. Damit verlor die Taufe an Bedeutung und damit auch die Patenschaft.

Wenn man sich nun mal ernsthaft damit beschäftigen würde, ganz ungeschöhnt, dann ist die Patenschaftsmöglichkeit durchaus neuapostolisch. Doch das will keiner verstehen, es interessiert auch wirklich niemanden - es ist einfach total unwichtig. Vielen Dank! Das ist für mich keine ernste Glaubensauffassung. Das mal nur als ein ganz kleines Beispiel zum Thema Geschichtsaufarbeitung...

LG an alle.

(Name und Ort der Red. bekannt), 10-01-2010:
Liebe gomifi, lieber Thorsten Ruf,
ich stimme euch aus ganzem Herzen zu!

„Es gibt doch auch viel Schönes – schauen wir doch lieber darauf als auf das, was noch im Argen liegt“ … Das ist eine kurzsichtige und – Verzeihung – auch dumme Einstellung. Wenn es in einer Gemeinschaft, einem Betrieb oder auch nur in einer Familie Dinge gibt, die nicht in Ordnung sind, die immer wieder störend an die Oberfläche kommen und – vor allem – die die Glaubwürdigkeit der Führenden untergraben, dann muss man diese Dinge anpacken und nicht ignorieren.

Leider ist es in unserer Kirche immer noch schlechte Tradition, möglichst alles unter den Teppich zu kehren. Nicht einmal die klaren Vorgaben des Stammapostels Fehr konnten daran etwas ändern:
»„Die Geschichte der NAK historisch einwandfrei nachvollziehbar darstellen und auch solche Aspekte aufnehmen, die für die Kirche unbequem sein könnten. Die Darstellung soll objektiv sein und alle Fragen tabufrei beleuchten. Dabei soll der Gedanke berücksichtigt werden: Wenn wir diese Aufgabe nicht wahrnehmen, werden andere es tun“.

Was daraus gemacht wurde, war dann so ziemlich genau das Gegenteil. Das war allerdings von den Beteiligten auch nicht anders zu erwarten. Hier hilft wohl nur noch eine Beurteilung durch externe und fachlich kompetente Leute.

(Name und Ort der Red. bekannt), 09-01-2010:
Thorsten Ruf:

Sie haben meine Ausführungen dezidiert vertieft.

Noch ein Gedanke hierzu:

Längst sind wir ja keine deutsche Kirche mehr sondern - betrachten wir die Mitgliederzahlen - eine afrikanische. Es wird wohl so sein, daß außerhalb des deutschsprachigen Raumes die hier thematisierte Problematik niemanden interessiert. Mag sein, daß dies für die Kirchenleitung mit ein Grund ist, das hier angesprochene Thema nur halbherzig und beschönigend anzugehen in der Hoffnung, das alles wird sich in absehbarer Zukunft aufgrund der demographischen Entwicklung in unseren Breitengraden in Wohlgefallen auflösen. Wie gesagt - "mag sein" - ich weiß es nicht.

Dennoch hat balehu ja (Gott sei es gedankt!) recht mit der Feststellung (6.12.), daß es viel Schönes gibt.
ABER: Auch in Zukunft wird es (da wir Menschen sind), in Afrika, Amerika, bei uns oder wo immer, Probleme, vielleicht auch Irrungen, etc., geben. Diese können auch nur durch Wahrhaftigkeit gelöst werden, nicht durch Schönreden. Das müssen wir halt üben. Hier hat die NAK Nachholbedarf. Damit will ich das Gute gar nicht zerreden und schlecht machen. Im Gegenteil: Nur durch Wahrhaftigkeit wird Gutes noch besser, da diese Wahrhaftigkeit bei allen von einem Problem Betroffenen ein tiefes Vertrauen schafft (was ansonsten nicht erreicht wird). Dieses Vertrauen setzt wiederum positive Kräfte frei für eine schöne und gesunde Weiterentwicklung.

Noch einmal:
Es handelt sich also nicht nur um ein Problem aus vergangener NAK-Ära, über das man einfach stillschweigend hinweg gehen kann. Es stellt sich vielmehr die generelle Glaubwürdigkeitsfrage. Wie erwähnt: Morgen schon könnte diese Frage z.B. in Afrika beantwortet werden müssen. Wie verhält sich die NAK dann, wenn sie es heute nicht so recht (jedenfalls bis jetzt nicht) in Deutschland geschafft hat?

Lieber balehu, hiermit wird deutlich, daß das "Gute und Schöne" nur aufrecht erhalten und ausgebaut werden kann, wenn auf Dauer die Wahrhaftigkeit regiert oder zumindest immer ehrlich angestrebt und gesucht wird. Das gilt überall und immer.

Thorsten Ruf aus Rieschweiler-Mühlbach, 08-01-2010:
Liebe(r) balehu (vom 06.01.10),
ich möchte etwas helfen, zu verstehen, warum die Vergangenheitsbewältigung für viele Menschen in der NAK wichtig ist. Für mich (ich kann ehrlicherweise nur von mir sprechen) ist sie nicht etwa wichtig, um beim Zurückblicken stehen zu bleiben, die gegenwärtigen positiven Entwicklungen übergehen zu können oder nachtragend Gerechtigkeit zu fordern. Es geht mir vielmehr um die Frage, wer die NAK heute (!) ist. Und dabei ist das Thema Vergangenheitsbewältigung in zweifacher Hinsicht von Bedeutung:
1. Das Bild, das ich von einer Kirche habe, setzt sich notwendigerweise aus Mosaiksteinen der Erfahrung zusammen, die ich in der Vergangenheit gesammelt habe. Dabei versuche ich natürlich auch, Entwicklungen zu erkennen und das Bild möglichst aktuell zu halten, indem ich neuere Mosaiksteine mit älteren vergleiche: Was hat sich geändert? Was ist gleich geblieben? Es geht also zum Einen um Identitätsfestlegung bzw. -feststellung im Kontrast zur Vergangenheit. Hier wäre die Vergangenheitsbewältigung z.B. eine Gelegenheit, offen den Gläubigen zu sagen, wenn sich etwas geändert hat und die NAK heute nicht mehr die selbe ist wie früher (das bringt aber leider mit sich, dass man von der INNERkirchlich immer wieder verkündeten Haltung „Alles bleibt besser“ abrücken müsste - und das scheint geradezu einer Revolution gleich zu kommen).
2. Neben dieser Frage („Ist die NAK heute wirklich nicht mehr dieselbe wie vor 40 Jahren?“) ist der zweite Punkt die Frage „Ist in der NAK zu sehen, dass sie ernsthaft versucht, das Evangelium immer mehr in der Kirche zu verwirklichen?“ Christliches Verhalten beinhaltet für mich das stetige Bemühen um eine Weiterentwicklung in Richtung der christlichen Botschaft. Zur Weiterentwicklung gehört wohl untrennbar das Lernen aus der Vergangenheit - und der kritische Blick auf das eigene Verhalten.

Ich möchte die beiden Punkte noch näher beleuchten, um auch zu einer begründeten Wertung zu kommen:
Zum ersten: In der Vergangenheit sehe ich einige Mosaiksteine, die in mir das Gegenteil von Stolz hervorrufen, Mitglied der NAK zu sein: Die Gründert der NAK sahen sich von Anfang an als im Besitz der kirchlichen und göttlichen, absoluten und alleinigen Wahrheit. Die NAK war oftmals geprägt durch „Vorangänger“, die eher selbstherrlichen Despoten als demütigen Hirten glichen. Das eigenverantwortliche Tun und Denken und die persönliche, direkte (d.h. nicht über Amtsträger vermittelte) Gottesbeziehung wurde vernachlässigt bis systematisch ausgetrieben. Insgesamt ergibt sich für mich ein Bild der vergangenen NAK als eine selbstverliebte, sich selbst übersteigernde, autoritäre Kirchenleitung und ein entmündigtes, wenig geachtetes Kirchenvolkes. Das klingt alles sehr hart und überstrahlt leider die positiven Dinge und wahren christlichen Vorbilder, die es auch in der NAK schon immer gab. Nun frage ich mich: Hat sich die NAK verändert? Wenn ich das offizielle Selbstbild lese, sieht sich die NAK noch immer als DAS Werk Gottes, also als gegenwärtig alleinige Vermittlungsanstalt göttlichen Heils. Und das ist nicht nur ein Satz, sondern prägt (über viele Jahrzehnte hinweg) vieles andere, z.B. den Umgang mit Kritikern, mit anderen Kirchen, mit Fehlern der Vergangenheit und schließt eine realistische Selbsteinschätzung in der Christengemeinschaft aus. Ich kann nur wenig Fortschritt erkennen, wenn ich den Umgang mit Kuhlen und Gleichgesinnten damals vergleiche mit aktuellen Konfliktfällen. Gewiss, man schließt sie heute nicht mehr aus der Kirche aus - man zermürbt sie so lange, bis sie freiwillig gehen. Das Grundproblem ist geblieben: Die Apostel (im Zweifel der Stammapostel) haben Recht und jemand, der anders denkt, ist im Irrtum und soll keine Auswirkungen mehr auf die Gemeinde haben. Ein Verhalten, wie es im Leitbild „Dienen und Führen“ gewünscht wird, ist der NAK prinzipiell wesensfremd, denn es setzt eines grundlegend voraus: dass auch die leitenden Amtsträger einräumen können, dass sie vielleicht im Unrecht sind bzw. dass sie damit rechnen, dass die Wahrheit vielleicht niemandem gegeben ist. Das ist heute vielleicht bei organisatorischen Problemen möglich, aber nicht, wenn es um Lehraussagen und Glaubenssätze geht. Eine Kirche, die sich nicht als suchend, sondern als Wahrheit-vermittelnd sieht, hat eben große Schwierigkeiten mit (um nicht zu sagen: keinen Platz für) Christen, die sich selbst als suchend sehen und sich dann auch tatsächlich mit einem offenen Herzen geistgeleitet auf die Suche machen. Und wenn das noch mehrere Gläubige auf einmal und gemeinsam in der Kirche machen wollen, brennt eben bei manchem Amtsträger mit Führungsverantwortung die „Sicherung“ durch - heute so wie früher, wenn auch zivilisierter.
Damit komme ich zum zweiten Punkt: Christliche Vergangenheitsbewältigung, d.h. das Lernen aus Fehlern heißt für mich
- das Ergebnis des kirchlichen Handelns im Licht der Liebe zu bewerten: War die Art der Durchführung von der Liebe geprägt und ist das Resultat eine Vermehrung des Friedens, der Freiheit in Christus und der Liebesfähigkeit?
- bei negativem Urteil sich zu überlegen, welche Hintergründe dieses Verhalten ermöglicht, nahe gelegt oder nicht verhindert haben (abgesehen von Reuegefühlen, bußfertigem Verhalten und der Bitte um Vergebung)
- sich dann zu überlegen, ob die Hintergründe vielleicht geändert werden müssen.
Dieses fehlt meiner Meinung nach in der NAK, denn:
- Bei der Art der Durchführung scheint allzu oft der heilige Zweck (z.B. harmonisches Gemeindeleben und konforme Amtsträger) die unchristlichen Mittel zu heiligen; daher kommt man als leitender Amtsträger üblicherweise gar nicht auf die Idee, die Vorgehensweise zu bewerten - unchristliches Verhalten wird nicht als solches bemerkt. Hier muss ich zugestehen, dass man immerhin hin und wieder zugibt, dass jemand einen Fehler gemacht hat, meist wird aber zugleich betont, dass er es ja schließlich nur gut gemeint habe - was meine These untermauert: Der Zweck heiligt die Mittel.
- Bei der Beurteilung des Resultats wird meist nur die Gewinnerseite beachtet, das Leid bei den Verlierern wird meist ausgeblendet (was leicht fällt, wenn diese sich zurück ziehen und man nicht mehr mit ihnen konfrontiert ist) und das Leid in der Gemeinde wird als nicht vermeidbarer Begleitschaden betrachtet (es ginge ja schließlich um das ewige Heil und außerdem hätte man keine Wahl - wenn man eben nicht auf die Apostel hören wolle...). Außerdem gibt es in der NAK ein starkes Harmonie-Bedürfnis, daher gibt man sich oft auch dann mit einem Resultat zufrieden, wenn es nur oberflächlich einen „Waffenstillstand“ herbei führt.
- Eine Diskussion der Hintergründe vermeidet man, weil man damit schnell Tabuthemen wie die Autorität von Amtsträgern oder die Apostellehre anspricht - diese stehen nicht zur Diskussion, ein Hinterfragen gilt als Sakrileg.

Insgesamt muss ich fest stellen, dass eine Vergangenheitsbewältigung nach anerkannten Prinzipien (und so wie von Stammapostel Fehr in Auftrag gegeben) in der NAK nicht zu erwarten ist, weil ihre Grundannahmen dies verhindern. Und daher ist es nicht verwunderlich, dass die bereits versuchte Vergangenheitsbewältigung der NAK nicht geeignet ist, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen - Fehler im System werden kategorisch ausgeschlossen, es wird nur zugestanden, dass sie vereinzelt und auf der persönlichen Ebene passieren.

Wenn sich die NAK aber weiter vor der Bewältigung der Vergangenheit drückt, zeigt sie damit
-mangelnde Achtsamkeit bzgl. der Auswirkungen des eigenen Verhaltens,
- mangelnde Einsicht in ihre Fehlerhaftigkeit,
- eine geringe Motivation, sich von Strukturen und Verhaltensmustern zu lösen, die eher zum Herrschen als zum Dienen geeignet sind und die immer wieder zu unchristlichem Verhalten verleiten.

Wenn man dann trotzdem mit dem „Tagesgeschäft“ weiter macht - in diese Richtung argumentierst du ja, liebe(r) balehu - und nach vorne blickt, tappt die Kirchenführung immer wieder in die gleichen Fehler hinein. Und wenn man persönlich versucht, sich in seiner Gemeinde von der NAK der Vergangenheit zu lösen, stellt man schneller als einem lieb ist fest, dass man sich damit auch von der aktuellen NAK löst.

Brüderliche Grüße
Thorsten Ruf

(Name und Ort der Red. bekannt), 08-01-2010:
Keine Frage - es gibt auch viel Schönes in der NAK, es gibt auch in Süddeutschland (!) Gottesdienste, die frei von Floskeln , christuszentriert und klar strukturiert sind, denen man wirklich folgen kann, wo etwas "hängen" bleibt, die einen auch im Alltag begleiten und somit helfen, dort wo es gilt, Christsein zu leben. Um nur mal ein Beispiel (= Gottesdienste) zu nennen. Sicher könnte man noch weiteres Gute und Schöne anführen. Es ist vielleicht nicht überall so, aber es gibt sie, diese Gemeinden. Dies sind richtige und gute Signale für die Zukunft.

Und doch: Oft leiden auch diejenigen, die einen solchen positiven Zug in ihre Gemeinden zu bringen suchen, im Stillen an ihrer NAK, an deren Halbherzigkeit in so vielen Dingen. Dazu gehört nun mal unter anderem auch die Vergangenheitsbewältigung.

Wie ein Volk, eine Kirche, letztlich jeder selbst, seine bzw. ihre Vergangenheit bewältigt, ist ein Gradmesser für den Reifezustand, die Kraft und die Souveränität.

Natürlich soll kein Volk, keine Kirche, niemand, seine / ihre ganze Zeit, das ganze Leben, nur mit einer rückwärts gewandten Nabelschau zubringen. Das wäre tödlich. Entwicklung geht nach vorne. Sie findet aber nicht im luftleeren Raum statt sondern steht auf dem Fundament der Vergangenheit. Je fester und unangreifbarer (= Wahrheit) dieses Fundament ist, um so zügiger und sicherer kann in die Zukunft gebaut werden.

Im übrigen ist Aufarbeitung der Geschichte ja auch ein Zeichen nach außen.

Niemand will, daß die NAK sich nur mit ihrer Vergangenheit beschäftigt. Im Gegenteil! Aber - wie gesagt - die Vergangenheit ist auch eines der vielen Themen, welche bearbeitet werden müssen. Nun hat die NAK sich ja endlich mit dem Thema "Vergangenheit" beschäftigt und eine Ausarbeitung am 4.12. vorgelegt.

Die Kritik richtet sich nicht gegen eine vermeintliche "Untätigkeit" der NAK in dieser Hinsicht sondern - und das ist noch schlimmer - sie richtet sich gegen die Verfälschung der Wahrheit! Sie richtet sich gegen eine bewußt tendenziöse "pro NAK" Aufarbeitung.

Damit ist die NAK nicht nur am Nullpunkt ihrer Geschichtsaufarbeitung angelangt, sie steht jetzt sogar im Minus.

Nun zu meinen, daß wir das alles vergessen und uns nur noch dem Schönen, Positiven (s.o.) zuwenden sollten, ist fatal, da das Fundament nicht sauber errichtet ist.

Ich bin der Auffassung, daß die Kirche sich in Zukunft noch schöner und kraftvoller erbauen läßt, wenn einige bröselig gewordene Fundamentbausteine durch Wahrheit ersetzt werden.

Sehe ich das völlig falsch? Teilt niemand in der Kirchenleitung diese Auffassung? Dann möge sie wenigstens zur Kenntnis nehmen, daß hier keineswegs nur Nörgler und pure Kritiker schreiben, sondern viele, denen an ihrer Kirche etwas liegt und die DESWEGEN den Finger auf die Wunde legen. Es sind die Aktiven.

Hoffnung.

(Name und Ort der Red. bekannt), 06-01-2010:
Erst einmal ein Dankeschön an den Autor Dr. Christian Ruch, für die Bilanzierung der Geschichtsaufarbeitung.
balehu, schreibt:
[zitat]Es fällt immer mehr auf wir einseitig fokussiert die Inhalte der Diskussionsbeiträge sind. Kaum ein Beitrag greift positive Entwicklungen in der NAK auf.[/zitat]
Werter balehu,
es geht hier um Leserbriefe zu Artikeln auf Glaubenskultur, es geht darum das ein Historiker die Geschichtsaufarbeitung der NAK einmal genauer angeschaut hat.
Es mag sein das viele Menschen in unserem Lande gibt, denen die Vergangenheit in unserem Lande nicht interessiert, aber es gibt auch Menschen die z. B. den Holocaust leugnen, trotzdem sie in der Zeit noch nicht gelebt haben, aber Holocaust gehört zu unserer Deutschen Geschichte wie die friedliche Revolution in der DDR. Unsere Geschichte in unserem Land, soll uns zum einem erinnern, das so was nie wieder stattfindet und das mit Gebeten und Kerzen auch etwas zu erreichen ist.
Das es in der NAK auch gute Gottesdienste gibt und Frauen und Männer gibt die außergewöhnliches leisten steht doch außer frage. Und wenn es nicht so wäre, wären unsere Kirchen noch leerer. Aber das deswegen Jesus in den Mittelpunkt zu rücken und über dem Apostel zu stellen ist nicht die Lehraussage unserer Kirche und schon gar nicht in Süddeutschland, da habe ich ganz andere Erfahrungen.
Aber auch unsere Kirche hat eine Vergangenheit und somit eine Geschichte und eine gute Kirche hält ihre Vergangenheit und ihre Geschichte aus.
Jeder von uns hat seine Vergangenheit und seine Lebensgeschichte und ich habe viele Fehler in der Vergangenheit gemacht, auch für die ich mich heute Schäme, aber ich habe daraus gelernt und gehe mit den Fehlern heute anders um und ich danke Gott trotzdem für meine Vergangenheit.
Diese Geschichte der NAK war auch der Grund für den Infoabend vom 4.12.2007 denn die Vorgaben durch Stap. Fehr waren doch eindeutig gesetzt:
[zitat]„Die Geschichte der NAK historisch einwandfrei nachvollziehbar darstellen und auch solche Aspekte
aufnehmen, die für die Kirche unbequem sein könnten. Die Darstellung soll objektiv sein und alle Fragen
tabufrei beleuchten. Dabei soll der Gedanke berücksichtigt werden: Wenn wir diese Aufgabe nicht
wahrnehmen, werden andere es tun“.
[/zitat]

Aber zurück zum Artikel,
dazu bleiben einige Fragen und die eigentliche Frage zu was sollte diese Art der Geschichtsaufarbeitung eigentlich? Sie zeigte zum einem es gab zwei Namen Kuhlen und die Güttingers die als Störfaktoren in der Geschichte von 1938 bis 1955 galten.
Aber ich wäre mich hier allein unseren Geschichtsverantwortlichen Apostel Walter Drave, die schuld für dieses Schlamassel vom 4.12.2007 zu geben.
Und er sagte doch selber:
[zitat]Grundlage dieser Arbeiten sind umfangreiche Quellenstudien (Korrespondenzen der Stammapostel, der Apostel und Betroffenen, Protokolle von Apostelversammlungen, Publikationen aus dem Bischoff-Verlag sowie Schriften der verschiedenen Abspaltungsgruppen usw.). Die Sammlung und die Auswertung der Quellen waren sehr zeitintensiv, da unsere Kirche nicht über ein Zentralarchiv verfügt und die Archive der Gebietskirchen zum Teil nur mit Schwierigkeiten zugänglich waren und sind. Die Erkenntnisse und Ergebnisse der AG basieren auf den zur Verfügung gestellten Quellen und Dokumenten, die in den Anhängen der jeweiligen Ausarbeitungen aufgeführt sind.[/zitat]
Und hier erst mal einen ------------ Gedankenstrich …. und die Archive der Gebietskirchen zum Teil nur mit Schwierigkeiten zugänglich waren und sind, ja, ja die Gebietskirchen und ihre Archive, wo doch jeder Gottesdienst seiner Führungskräfte als Goldkörnchen für das hungernde Glaubensvolk, aufgenommen und niedergeschrieben wurde. Wo jede Besprechung protokolliert wurde und erst recht in der damaligen Verwaltung Sophienstraße 50, ja vielleicht waren die Archive der Gebietskirchen deswegen schwer zugänglich weil viel zu viel gelagert wurde. Aber so könnte man sich auch fragen wie weit boten die Gebietskirchenleiter ihre Hilfe an und waren sie überhaupt daran interessiert Licht in die eigene Geschichte zu bringen, oder sollte es lieber im halbdunkel der Halbwahrheiten bleiben.
Aber wie schon geschrieben Apostel Walter Drave die alleinige Schuld eines unrühmlichen Abend auszumachen halte ich für verkehrt, denn es gab einen Verantwortlichen der das ganze, wenn auch vielleicht im Alleingang gutgeheißen hat, denn zu Abschluss des Abends bat Stap. Leber seine Hand zur Versöhnung an, warum?
Wo waren die Apostel und Gebietskirchenleiter, die nur hinter vorbehaltender Hand von einem nicht so schönen und nicht der Wahrheit entsprechenden Abend sprachen, trotzdem sie sich ja angeblich der Wahrheit verpflichtet fühlen?
Oder hatte Apostel Drave, bei seinen Recherchen etwas gefunden, was ein ganz anderes unrühmliches Licht zu einem bestimmten Namen geworfen hätte?
Mich stören einfach Faktoren, die Stap. Leber als den Supermen der >>Versöhnungsartistikakrobatik<< darstellen, wenn es ihm ernst wäre hätte es diesen Abend nicht gebraucht, dann hätte man sich vorher zusammen gesetzt und gemeinsam mit der der VAG nach Lösungen gesucht und sich gemeinsam im ernsten Gebet nach Vergebung gerungen. Dann hätte es nicht bedurft Ap. Kuhlen zu verteufeln und ihm dann auf einmal auf der NAK-NRW-Website als besonderen Seelsorger darzustellen, dann hätte es keine Besuche bei Ap. Kuhlens Sohn gebraucht und keine besonderen um-jubelten Gesten zum EJT und kein Jahr der der Beharrlichkeit um Dinge auszusitzen. Die Sache wäre ganz einfach, vorher Versöhnungsbereitschaft zu zeigen, die Schweiz hat es vorgemacht, ohne Vorbehalt allen die Maßnahmen von damals rückgängig zu machen, das wäre eine Basis gewesen wo man hätte aufbauen können.
Aber Beharrlichkeit, oder Bussitzen der der Probleme, ist ja ein probates Mittel der NAK, die einfach keine Probleme hat, oder genügend Teppiche!

(Name und Ort der Red. bekannt), 06-01-2010:
balehu,

Vergangenheitsbewältigung in der NAK ist überfällig. Hier gab es bisher nur Absichtserklärungen seitens der Kirchenführung, Ausführungen, die es wert wären, so genannt zu werden, hätten längst geschehen können und sie hätten den Blick in die Zukunft erleichtert.

Ihren inhaltlich überzogenen Seitenhieb auf die katholische Kirche halte ich in dem Zusammenhang für überflüssig. Diese Kirche hat längst mehr getan auf dem Gebiet als andere christliche Kirchen einschl. NAK. Zu erinnern ist an das ’Mea culpa’ des Papstes aus dem Jahre 2000.

Freundl. Gruß

(Name und Ort der Red. bekannt), 06-01-2010:
Es fällt immer mehr auf wir einseitig fokussiert die Inhalte der Diskussionsbeiträge sind. Kaum ein Beitrag greift positive Entwicklungen in der NAK auf. Lasst uns doch auch mal das Schöne, was sich verbessert hat betrachten, nicht immer alles nur negativ sehen. Es gibt doch Gottesdienste, gehalten vielleicht von deinem Vorsteher oder einem Priester oder Apostel, vom Bischof oder von wem auch immer, die Hoffnung machen, dass wir auf einem guten Weg sind. Der Wille zur Veränderung ist doch da. Also lasst uns doch nicht immer am Alten kleben, auf „Geschichtsbewältigung der NAK“ und was es auch immer sein mag pochen. Wer nur das Schlechte sieht verliert den objektiven Blick für positive Entwicklungen. Das wäre doch schade, und würde die Entwicklung zum Guten insgesamt hemmen.
Für mich hat Priorität, dass wir zuerst einmal hinbekommen in jeder Gemeinde eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und des Verständnisses zu schaffen, Hierarchiehürden zwischen Gemeinde und Klerus beseitigen, eine auf das Evangelium Jesu Christi bezogene Predigtkultur schaffen und somit die Grundlage für lebendige gern besuchte Gemeinden legen. Dann schaffen wir auch eine Bewältigung der Vergangenheit, an der dann vielleicht keiner mehr interessiert ist. Ich höre schon den Aufschrei, ja aber, man sollte, man müsste, usw. Aber Leute das bringt doch nichts, dazu gibt es Beispiele jede Menge. Wenn alle in einem Staatswesen - was wir heute ja fast jeden Tag erleben - nur negativ denken, wenn selbst die Regierenden noch Pessimismus verbreiten, was kann denn da viel Gutes herauskommen. Oder wenn z.B. die RKK „nur“ Vergangenheitsbewältigung betreiben würde, müsste sie den Kirchenbetrieb einstellen, Gottesdienst wäre dann, der Fülle wegen, nur noch eingeschränkt möglich. Papa Ratzinger macht es aber anders, er geht seinen Weg, wenn auch als erzkonservativ beschimpft, er hat in der Hauptsache die Zukunft seiner Kirche im Blick. Er weiß, dass die Vergangenheitsbewältigung vom Kirchenvolk zwar auch gefordert wird, demselben jedoch die Zukunft der Kirche mindestens ebenso wichtig ist. In der Vergangenheit zu verharren ist das Schlechteste was einem Gemeinwesen wiederfahren kann, gleichwohl muss Vergangenheitsbewältigung betrieben werden, das ist unbestritten, darf jedoch niemals die Entwicklung in die Zukunft behindern. Andernfalls es keine Alternative zur Auflösung einer solchen Gemeinwesens geben würde.
Dass wir einer guten, hoffnungsvollen Zukunft unserer Kirche entgegensehen können, will ich mit nachstehendem Auszug aus einer Predigt eines süddeutschen, ja richtig gelesen süddeutschen Apostels verdeutlichen.

Gottesdienst zum Wiederbezug eines Kirchenlokals vom 28.10.2009.

Klein und fein steht sie da, die frisch renovierte, noch ein bisschen „frisch gestrichen“ duftende Kirche. 86 Sitzplätze, ein schöner Holzboden und ein ebenso in Holz gehaltener, neu gestalteter Altarraum, eine chice Teeküche und ein flexibel teilbarer Nebenraum zeigen sich dem interessierten Betrachter. Das bunte Kirchenfenster am Treppenaufgang gehört zur Kirche seit der Erbauung im Jahr 1962.

Der Apostel dankte im Gebet Gott für alles Gelingen. In der Gemeinde galt sein Dank jedem Helfer und den fleißigen Architekten. Er erinnert an Jakob (1.Mo 28,12 ff ) und seinen Traum mit der Himmelsleiter und wünschte der Gemeinde einen Dialog mit Gott wie in diesem Bild. Gebete und Bitte sollen zu Gott empor steigen, und sein Wort möge zur Gemeinde gelangen. In seiner Predigt verlas er Galater 2, 20: Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.“ Dieses Wort sei nach Auseinandersetzungen zwischen Petrus und Paulus über alte Traditionen entstanden. Paulus hatte einen hohen Anteil von Jesu Art und Wesen in sich verinnerlicht, zeigte Auswirkungen davon und sei trotzdem ein „geerdeter“ Mensch gewesen, so der Apostel. Jesus selbst habe gesagt: „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (Joh. 14, 19), Daraus entwickle sich die Frage für den Christen heute:
Wieviel Christus lebt in dir? „Zwei durchgängig vorgelebte Merkmale Jesu, von denen alle Evangelien berichten, sind die Verbindung zu seinem Vater und sein Dienen an der Menschheit“, so der Apostel. „Lasst uns Verbindung zu Gott haben, einen Blick haben für die Kranken, die Verachteten entwickeln und in Konflikten auch einmal einen Schritt zurückgehen um Lösungen herbeizuführen“. ...........Der Gemeindevorsteher, sagte in seiner Co-Predigt, dass Jesus Christus alle Gemeindemitglieder miteinander präge und dadurch alle Gegensätze überwinde. Dies sei in der „alten“ Kirche so gewesen und werde fortgeführt. Er freue sich über dieses Wort zum Neubeginn. Es stelle sich die Frage nach Inhalten und nicht nach Äußerlichkeiten.


Solche Gottesdienste machen Mut und sind ein Beitrag zur Versöhnung auch mit unseren Schwestern und Brüdern aus VAG u.a. und ich bin mir sicher sie sind kein Einzelfall, die werden in jedem Bezirk auf der ganzen Welt so gehalten, vielleicht nicht immer aber immer mehr.

Nachdenkliche Grüße

(Name und Ort der Red. bekannt), 04-01-2010:
Eine Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag:
Die NAK könnte auch von der Art und Weise im Umgang mit der eigenen Geschichte und mit Lehränderungen profitieren, wenn sie enger mit der VAG/VAC sprechen würde. Sie haben das Dauerprojekt angepackt und sehen sich als Suchende und Findende, nicht wie die NAK als Wissende, die ihr Wissen immer wieder schärfen. Sie erarbeiten auf Grundlage der Bibel ihr Glaubensverständnis und leiden daraus ihre Glaubenskultur ab, die sie dann mit der Basis besprechen, um die Feedbacks von möglichst vielen Glaubenden mit in die Schlussberatung des leitenden Gremiums einzubeziehen. Sie hören externe Expertenmeinungen und reflektieren das auf das Eigene bezogen. Das weiss ich aus erster Hand von einem, der in diesem Gremium Einsitz hat.

Interessant sich auch die Bemerkung Ruchs, dass der Usterabend auf Sympathie gestossen sei, weil Hoffnungen aufgekommen seien. Es gibt aber in seiner Darstellung keine Hinweise darauf, dass es zu breit anerkannten Lehränderungen gekommen sei. Ein weiteres Indiz dafür, dass es die gegenwärtige NAK-Leitung nicht darauf angelegt hat, WIRKLICH Bewegung in die Sache zu bringen, die in Richtung Lehränderungen geht. Die Bibel sagt, ist jemand in Jesus, so ist er eine neue Kreatur. Altes Leben vergeht, siehe Neues Leben wird. Da sich die NAK bereits in Jesus sieht, was nach meiner Meinung nach im biblischen Sinne noch nicht gegeben ist, sonst wären die Widersprüche nicht so klar da, kann das Neue Leben (Lehränderung) nicht entstehen und muss das Alte Leben (Geschichte) weiter fortgeschrieben werden. Um gleich den Protesten zuvorzukommen. Ich meine nicht, die NAK sei unchristlich. Doch es gibt einen Unterschied, ob ich AN Gott/Jesus glaube, oder ob ich IM Lebensraum Gottes/Christi lebe. Das AN Gott / Jesus glauben, kann in Zusammenkünften sichtbar gemacht werden, im Anrufen Gottes, im Abendmahlfeiern u.a.m. Das IN Gott/Jesus leben, wird im Alltag sichtbar, im ganz praktischen Leben, wie es sich auswirkt. Darüber kann man nicht reden, das wird erfahren oder auch nicht. Ich habe es in der NAK grossmehrheitlich nicht erfahren. Würde die NAK als Ganzes, allen voran die Kirchenleitung, IN Gott/Jesus leben, gäbe es dann nicht weniger Ambivalenzen, weniger Leidvolles, weniger Irritierendes? Ich meine, das müsste so sein. Aber weil man in der NAK an Gott/Jesus glaubt indem man IN den NAK-Aposteln lebt (deren Glauben nachfolgen), kann es meines Erachtens nicht so sein.
Und über Erfahrung kann man bekanntlich nicht streiten, einer hat sie gemacht, der andere nicht. Hier endet die Diskussion.

Liebe Grüsse in Christus

(Name und Ort der Red. bekannt), 04-01-2010:
Die Ausarbeitung von Dr. Ruch ist das wohl Beste, das ich bei GK je gelesen habe. Sachlich, fundiert und auf den Punkt gebracht zeigt er auf, dass die Geschichtsaufarbeitung der GNK mehr ein Geschichtsdeutungs- oder umschreibungsversuch ist, wie eine wissenschaftliche Arbeit. Und so ist es in der NAK seit jeher gewesen. Als Grundlage wird ein bewährtes Konzept gewählt - hier die wissenschaftliche Sichtung von 3’000 Dokumenten - und im konkreten Doing werkeln die Verantwortlichen unprofessionell und fragwürdig vor sich hin. Gravierende Kunstfehler seien begangen worden, sagt Ruch. Auf einer Uni wäre die Arbeit mit Recht zurückgewiesen worden. Sprich, jeder Student hätte wegen der Qualitätskontrollen an der Uni eine bessere Arbeit - im wissenschaftlichen Sinne - abgeliefert. Aber wenn natürlich der Auftraggeber (Stammapostel) gleichzeitig der oberste Qualitätshüter seines Auftrages und letztlich auch derjenige ist, der die Freigabe der Arbeit nach der letzten Überarbeitung bewilligt, kann die Qualität nur so gut sein, wie es der Leber selbst ist. Die durch sein Wirken bekannten Attribute sind "Ich weiss es nicht", "Ambivalenz- und Nachbesserungs-Stammapostel". Sicher ein Fortschritt, dass ein Stammapostel Fehler eingesteht und zugibt, was Sache ist, wenn er es in der Tat nicht weiss. Doch für eine wissenschaftliche Arbeit braucht es mehr. Mehr Selbstkritik; mehr Mut, die Dinge so zu sehen wie sie sich aus den Quellen darstellen; mehr Offenheit, auch andere Stimmen zu hören wie die eigene; mehr Klarheit darüber, dass das Resultat zum Ende der Arbeit rauskommen soll und nicht zu Beginn schon feststeht; mehr Glaubwürdigkeit indem auch externe Fachleute Einsitz in die GNK nehmen und die internen Schreibenden benannt werden - es muss klar sein, welche Köche welches Mahl anrichten und wieviele Köche diesen unsäglichen ersten Brei zusammengebraut haben. Dr. Ruch hält hier den Finger drauf und gibt sich zum Ende hin konziliant, indem er sagt, der Stammapostel sei um Aufarbeitung bemüht. Etwas spitzzüngig könnte man auch sagen, dass sich die NAK Mühe gibt. Nur ist eben das Gegenteil von "Gut gemeint im Mühegeben", das "Gut gemacht im Weitergehen".

Ich denke, die aktuelle Form der Geschichtsaufarbeitung in der NAK ist der Spiegel des inneren Zustandes dieser Kirche, oder wie Ruch mediale Berichte zitiert, dieser Sekte. Es geht nicht, dass es weiter geht, weil das Alte zu bestätigen und zu modifizieren (Schärfungen) ist. Und der erste Schritt des Weitergehens hin zu einem kollegialen und kooperativen System, weg von einer Hierarchiestruktur mit Oberhirten und -Entscheider, wäre eben, dass der Stammapostel den Auftrag erteilt und sich über das Ergebnis informieren lässt und dann das verlautbart, was eine hetereogene Expertengruppe mit eigenen und externen Fachkräften erarbeitet hat. Ruch ist hier vorsichtig in der Formulierung, weil es für ihn in den Dokumenten kein sichtbares Indiz auf eine Mitautorenschaft des Stammapostels gibt. Wer die NAK kennt, weiss, dass dies eigentlich keine offene Frage ist, sondern eine selbstverständliche Tatsache. Der Stammapostel ist und bleibt letzte Instanz in Glaubensfragen. So sehen es die Glaubenden, so erleben es die Amtsträger und so scheint es auch nach Aussen hin. Was bei der RKK der Ratzinger, ist bei der NAK der Leber. Nur mit dem Unterschied, dass der Ratzinger in seinen eigenen Reihen eine Fülle von Fachkräften hat, die seine Machtfülle dadurch etwas im Rahmen halten. Rund um Leber gibt es ein paar Wenige, die überhaupt das Format und die Zeit haben, sich hier einzubringen - der Grossteil arbeitet ja ehrenamtlich mit. Somit hat der Leber mehr Freiraum zu tun und zu lassen was er möchte, sofern er die Bezirksapostelversammlung nicht gegen sich aufbringt. Und das tut er vor allem dann nicht, wenn er alten Wein in neuen Schläuchen präsentiert. Da wird er vom konservativen Element mitgetragen.

Weiter ist im Internet (christ-im-Dialog) zu lesen, dass einige hohe Würdenträger hinter vorgehaltener Hand zum Beispiel die Osnabrückpredigt Lebers kritisierten. Ein Beispiel dafür, dass es schlecht geht, sich intern kritisch zu äussern, ohne in Ungnade zu fallen. Es gibt in der NAK keine förderliche Kultur im Umgang mit Andersartigkeiten und Unterschiedlichkeiten. Brechen Konflikte auf, wird rasch versucht, das Ganze zu beruhigen, anstatt den brennenden Punkt anzusehen und zu lösen. Das schlägt auch auf die Art und Weise der Geschichtsaufarbeitung nieder. Die GNK kann nicht anders wie parteisch sein, weil sie Partei ist, welche Ursache ist, für das was an Wirkungen in die Geschichtsaufarbeitung hinein gehört. In der NAK-Logik sind es aber immer die "Anderen", die Schuld sind. Kuhlen ist Schuld, dass es ein Desaster um Bischoff gab, so schreibt es der Bericht und bleibt auch den Beweis dafür schuldig. Die Kritiker tragen "schuld", dass es in der NAK zu Unruhen kam, so die Einleitung des Berichtes. Dabei wird der eigene Anteil ausgeblendet. Es wird implizit zu erklären versucht, die NAK könne überhaupt nicht Ursache für Dinge sind, deren Wirkung man kritisch beurteilt. Das Gute kommt von der NAK und das Andere von den anderen - so die Kernbotschaft des Berichtes. Würde man erlauben, sich wirklich kritisch zu hinterfragen, müsste das Dogma um die Heilsnotwenigkeit - oder Heilsvermittlung, wie es neuerdings heisst - fallen. Der Ruf der Apostel ist schon länger angekrazt, da der eine oder andere in Verruf geraten ist, am Altar nicht direktes Gottes Wort zu predigen, sonderen eine kirchenpolitische Rede zu halten (zum Beispiel Osnabrück, Leber selbst, im 2006 - bestätigt durch Aussagen von Johanning, man habe mit der Predigt protestantischen Tendenzen entgegenwirken wollen). Bis das Dogma um die Apostel und die Stammapostel (allen voran die vormaligen) nicht fällt, kann es meines Erachtens in der NAK keine Geschichtsaufarbeitung geben, die einer wissenschaftlichen Prüfung standhält. Auch wenn Dr. Ruch eingangs erwähnt, er möchte nicht den Inhalt kommentieren sondern die Vorgehensweise aus wisschenschaftlicher Sicht, komme ich zu einem ergänzenden Fazit:

Solange die NAK an ihren nicht bischlisch belegbaren Dogmen festhält, insbesondere die Sicht umd die Apostel, nutzen alle Hinweise auf korrekt durchzuführende Vorgänge in der Geschichtsaufarbeitung wenig. Sie zeigen höchtens auf, dass da etwas im Kern faul ist. Aber zu erhoffen, die NAK könnte tatsächlich solche Verfahren so anwenden, dass externe Experten dem zustimmen , dafür ist aus meiner Sicht die Zeit noch nicht gegeben.

Zuerst müssen die verkehrten Dogmen fallen, und dann klappts auch mit der Geschichtsaufarbeitung. Oder in Anlehnung an einen Werbespot: Zuerst die eigenen Gläser säubern (Katechismus), dann kappts auch mit dem Nachbarn (Oekumene).

Liebe Grüsse in Christus

Martin Witzel aus Schoenaich, 03-01-2010:
Danke, Michael!

Michael Koch aus Wuppertal, 03-01-2010:
Das ist ein Fehler der Redaktion. Bitte um Entschuldigung. - Ein rätselhafter programmiertechnischer Fehler ist der Grund.

Martin Witzel aus Schoenaich, 03-01-2010:
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn Herr Dr. Ruch die nummerierten Quellenreferenzen auch auflösen würde. So verstößt er leider gegen die Maßstäbe, die er an andere Geschichtsdarstellungen legt.

Günter Schikowski aus Würselen, 03-01-2010:
Es ist doch gar nicht erforderlich, daß eine Geschichtsaufarbeitung in die Hände eines neuapostolischen Apostels zu legen.
Alles spricht dafür, für diese Aufgabe einen Profi zu berufen und niemanden, der sich einem bestimmten Bild der amtlichen Kirche verpflichtet fühlt, die NAK-Führung muß nur bereit und willens sein, diesem alle benötigten Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

(Name und Ort der Red. bekannt), 03-01-2010:
Zitat: "Die Führung der NAK scheint ehrlich bemüht zu sein. die Versöhnung mit den von ihr abgespaltenen apostolischen Gemeinschaften voranzutreiben und sich ihrer Geschichte zu Gemeinschaften voranzutreiben und sich ihrer Geschichte zu stellen."

Da möchte ich Herrn Ruch doch um Aufschluss bitten, ob dies "innerhalb seiner Darstellung eine unbelegte, also unbewiesene Behauptung" darstellt oder woran man diesen Eindruck wirklich festmachen kann.

dietmar miller aus eningen, 02-01-2010:
Der Artikel zeigt sehr sachlich die Schwachstellen auf. Es sind auch die Arbeitsmethoden und Zeiträume klar erkennbar,für mich ein spielen auf Zeit und eben erkennbar keine ernsthaften Bemühungen sich mit der eigenen Geschichte und auch der jüngsten Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Gemessen an den eigenen Predigtinhalten zu Reue,Busse usw.wird die NAK nicht ansatzweise ihren eigenen Maßstäben gerecht.oder gelten die für die Kirchenleitung nicht?
Der 4.12.07 hat vielen die Augen geöffnet,Hoffnungen enttäuscht, Illusionen als Luftblasen entlarvt. Es hat sich seither nicht viel geändert.Gut ein Besuch bei P.Kuhlen, ein Jahr darauf ein Gespräch mit NAK-Zeitzeugen, gewaltige Schritte meine Güte..
Dennoch den Herren Leber , Drave, den Präsidenten der Gebietskirchen und allen jenen, denen dieser Text bekannt war, sei Dank. Sie haben durch diesen Abend,den Inhalt und Art der Präsentation viele Nachdenkprozesse angestossen. Mehr kritischer Abstand bei einzelnen Mitgliedern und Amtsträgern wurde erzeugt und bei einigen wurde der Weg zum Austritt begonnen. Ich,nicht nur ich, bin diesen Weg inzwischen zu Ende gegangen.
Gott sei es gedankt, er hat auch diesen Weg begleitet und zu einem guten Ende geführt.
Also letztendlich ein gutes Ergebnis des 4.12. Ich wünsche vielen, daß dieser Abend ein gutes Ergebnis zeitigt.
Liebe Grüße

(Name und Ort der Red. bekannt), 02-01-2010:
Ich bin der gk-Redaktion sehr dankbar für diesen Bericht. Auch bei mir hat der unselige "Geschichts-Aufklärungs-Abend" eine tiefe Wunde der Enttäuschung über meine Kirche, in der ich verantwortlich tätig bin, hinterlassen. Sie ist zwar verheilt, schmerzt aber immer noch - und zwar so lange, bis die NAK sich endlich zur wirklich wahrheitsgemäßen und nichts beschönigenden Geschichtsdarstellung aufrafft. Hinzufügen möchte ich, daß ich nicht aus der Gegend komme, in der diese Dinge damals passiert sind. Will sagen: Es gibt überall wache, engagierte NAK-Christen, die an ihrer Kirche interessiert sind. Denen es weh tut, sie in ihrem jetzigem Zustand zu sehen und die sehnlichst hoffen, daß die Kirche endlich die Kraft findet, ihre Vergangenheit klar und schonungslos aufzuarbeiten. Erst wenn sie diese Kraft findet besteht auch Hoffnung, daß sie ihre Zukunft ebenso klar gestalten kann: Frei von den momentanen Ambivalenzen, klar in der Ausrichtung auf Jesus Christus hin!

Im übrigen habe ich bis heute nicht verstanden, daß seinerzeit niemand in der Kirchenleitung - auch der Stammapostel nicht - erkannt hat, daß dieses Geschichtspapier absolut tendenziös ist und von einer historisch einwandfreien Arbeit nicht gesprochen werden kann. Das hat doch jeder Laie gemerkt, der einigermaßen aufmerksam den Vortrag verfolgt hat!

Die entlarvende Selbsteinschätzung von Apostel Drave bestätigt das nun auch. Immerhin: Für diese Offenheit zolle ich ihm Respekt! Allerdings hätte er dann von vornherein den Auftrag zur Leitung des Gremiums (welchen Gremiums eigentlich?) nicht annehmen dürfen.

Diese Sache ist noch nicht zu Ende. Auch nicht durch nachgeschobene Erläuterungen des Stammapostels. Ich warte auf eine historische Aufarbeitung, die m.E. nur unter Mitwirkung von externen Fachleuten, die frei von tendenziösen Gefühlen sind, geschehen kann. Hat meine Kirche den Mut hierzu?

Sie macht mir Mut, wenn sie diesen Mut hat.