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Mobbing — „Gibt es bei uns doch nicht!“
 
Drei Fragen an: Bezirksältester i.R. Professor Dieter Kruse
 
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel
 
(Name und Ort der Red. bekannt), 22-12-2009:
So begrüßenswert die Überlegungen und Anregungen Kruses auch sein mögen, eine Formulierung am Schluss des Interviews wirkt befremdlich auf mich: K. sagt zum Schluss daraus gehe "aber nicht eine Führungsaufgabe für ’oberste Führungskräfte’ hervor, sondern verantwortliches Handeln von jederman, losgelöst von seinem sozialen Status."

Die Vermeidung und Beseitigung von Mobbing ist sehr wohl eine Führungsaufgabe, und zwar zunächst und vor allem für "oberste Führungskräfte". "Wie der Herr so’s Gescherr", sagt der Volksmund und hat in diesem Fall sehr Recht, denn wenn die oberste Führungsebene die gewünschten Führungsgrundsätze nicht vorlebt und kontrolliert, kann sie nicht erwarten, dass diese in den Hierarchieetagen darunter befolgt werden.

Ein Personalberater, der sich speziell mit Schulungen von Führungskräften beschäftigt, sagte einmal zu mir, wenn er in ein Unternehmen gerufen werde, verlange er als erstes, sein Führungskonzept der Geschäftsleitung vorzustellen und zu erfahren, ob es auch dort umgesetzt werden solle. Ansonsten sei sein Einsatz auf den mittleren und unteren Führungsebenen nicht von nachhaltigem Erfolg. Solange die Kirchenleitung nicht selbst fair und offen mit ihren engeren Mitarbeitern umgeht, kann sie von denen keinen offenen und fairen Umgang mit deren Mitarbeitern erwarten. Wie soll denn, im Fall der NAK, ein Bezirksvorsteher, der seinerseits unter Druck steht und zum Gehorsam ohne jede Begründung und wider besseres Wissen angehalten ist, ein partnerschaftliches Führungskonzept umsetzen ohne die Loyalität zu seinen "Vorangängern" aufzugeben?

Der letzte Halbsatz Kruses: "... sondern verantwortliches Handeln von jedermann, losgelöst von seinem sozialen Status", öffnet der Sabotage seiner eingangs beschriebenen Forderungen Tür und Tor. Wenn in der Führung etwas nicht funktioniert, kann man, schlechter gegenwärtiger Tradition folgend, weiterhin behaupten, das Problem liege überall, nur nicht in der Führung begründet -eben bei "jedermann", und zwar bei jedermann, der sich als Betroffener von Führungsfehlern sieht. Schade eigentlich.

(Name und Ort der Red. bekannt), 18-12-2009:
Lieber Bruder Kruse,

ich danke Ihnen von Herzen für Ihren Einsatz auf diesem Gebiet, das hier in Süddeutschland besonders belastet, aber auch besonders tabu ist. Unsere Kirche braucht dringend Männer wie Sie, wenn sie in Zukunft nicht wieder zu einer kleinen, sektenähnlichen Gemeinschaft schrumpfen will. Ich habe allerdings den begründeten Verdacht, dass Sie mit Ihrer erfrischend offenen und ehrlichen Einstellung hierzulande als Amtsträger keine Überlebenschance gehabt hätten (und schon gar nicht Bezirksältester geworden wären).

Ihr Beispiel zeigt, ähnlich wie das des Bezirksapostels Klingler, dass ein vernünftiger Umgang mit unserem Glauben keine Frage des Alters ist, sondern eher mit dem gesunden Menschenverstand und einem starken Charakter zusammenhängt. Leider haben wir hier in Süddeutschland das Gegenbeispiel in unserem relativ jungen Bezirksapostel ...

Helmut Liebe aus Lage, 18-12-2009:
Danke an GK fuer diese Klarstellung!
Danke, an dich lieber Dieter, das DU den hoeflichen Rahmen
genutzt hast. Ich kenne Dich nicht anders.
Wer anders denkt, glaubt zu wissen, oder gelesen hat, sollte die
vielen tausend JUGENDLICHEN fragen, wer BzAelt. D. Kruse ist.
Dir, lieber Dieter fuer deinen Ruhestand allerbeste Fuegungen!

Ob nun die NAK NRW mit deinen Klarstellungen arbeitet ist nicht
mehr meine Aufgabe.
Fuer uns gilt das reine EVANGELIUM, wie ich es chon durch deine
Vorvaeter erleben durftte (Klueter Str.)

Lieber Gruss und beste Segenswuensche H. Liebe