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| Leserbriefe zu diesem Artikel |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 23-11-2009: Liebe(r) lenoka, bei einer Diskussion des christlichen Abendmahlsverständnisses musste irgendwann einfach der Begriff „Mystik“ fallen, denn in der christlichen Mystik geht es darum, um eine „höhere Wahrheit“ zu ringen, welche die traditionelle westliche Erkenntnisgewinnung zu überwinden sucht. Immer aber geht es um Erkenntnis, nicht um rein emotionale oder transzendentale Erlebnisse. Insofern gilt es, Mystik im theologischen Sinn freizuhalten von Mystizismus, der in der NAK der vergangenen Jahrzehnte eine wichtige Rolle spielte und sich in den ausgeformten Entschlafenenkulten auch heute noch manifestiert. Ich bin mir deshalb gar nicht so sicher, ob Rahner recht hat mit seiner Einschätzung, da christliche Mystik in der ursprünglichen und sicher auch vom intellektuellen Rahner so gemeinten Bedeutung große Bereitschaft und Befähigung zu Abstraktion und gedanklichen Durchdringung erfordert. Wenn heute in der populär- und pseudowissenschaftlichen Literatur von Mystik die Rede ist, wird oft auf den Mystizismus mittelalterlicher religiöser Anschauungen verwiesen. Zwischen den Mystikern Augustinus von Hippo oder Eckhart von Hochheim aber und Margarete von Magdeburg oder – man verzeihe – Hildegard von Bingen klaffen Welten. Eine Schwierigkeit in der heutigen Betrachtung besteht wohl darin, dass der Begriff „Mystik“ erst später für bestimmte Erscheinungen der antiken und mittelalterlichen Theologie verwendet wurde. In beiden Fällen aber hat es der „normale Gläubige“ schwer, wenn er weder den gedanklichen Höhenflügen der klassischen Mystiker noch den Schwärmereien des Mystizismus folgen kann oder mag. Deshalb ist es eine der Aufgaben kirchlicher Dogmatik, das Gerüst zu schaffen, um hier Unterscheidungen zu treffen. Dogmatik besteht nicht darin, unterschiedliche Dogmen zu schaffen, sondern die Lehre der Kirche so zu entwickeln und zu systematisieren, dass daraus ein sich der Vernunft erschließendes Lehrgebäude entsteht. Das ist sowohl das Gegenteil von Mystizismus als auch von unreflektierter Dogmensammlung. Deshalb muss ich Ihnen widersprechen, wenn Sie sagen, in der NAK gäben die Dogmatiker den Ton an. Es gibt dort keine Dogmatiker, sondern nur das Vorhandensein teilweise widersprüchlicher und sich daher der Vernunft nicht erschließender nicht als solche benannter aber faktischer Dogmen. Das Abendmahl scheint mir ein gutes Beispiel zu sein für die sinnvolle Verknüpfung von Dogmatik und – gegebenenfalls – mystischer Auffassung von einer höheren Wahrheit. Aufgabe der Dogmatik ist es, sich über Sinn und Bedeutung eines Sakramentes und dann des Abendmahlssakramentes klar zu werden (denn bevor man über das Abendmahl sprechen kann, muss zuerst einmal ein Sakramentenverständnis vorhanden sein). Es geht im Ergebnis, das dann erst die Gläubigen betrifft, nicht um Theorien, sondern um ein Angebot, in gerade dieser Kirche das Abendmahl so feiern zu können, wie es sowohl dem eigenen Verständnis als auch dem eigenen Empfinden entspricht (das gilt für alle Sakramente). Ein diffuses Empfinden von allgemeiner Menschen- und Jesusliebe mag dann nicht stören, aber es würde zu undifferenzierter Schwärmerei, wenn es die Grundeinstellung wäre. Ich halte es mit dem derzeitigen Papst (und Rahner!), wenn ich meine, der Glaube an sich sei zwar nicht mit Vernunft begründbar, aber er müsse in sich der Vernunft standhalten. Andernfalls glaubt man letztlich alles und jedes, wie die NAK-Gläubigen es vorleben; ja man verlangt letztlich immer wieder nach dem süßen Labsal angeblich charismatischer, in Wahrheit aber schwärmerischer „Offenbarungen“, die sich jeder vernünftigen Kontrolle entziehen und daher gefährlich sind. Viele NAK-Mitglieder trauern heute nicht nur den Prophetien vergangener Zeiten nach, sondern auch den früher veröffentlichten Träumen und Gesichten, die sie als Glaubensstärkung begriffen hatten. Die Gefahr ist offensichtlich: Stammapostel Bischoff rechtfertigte mit solchen Erscheinungen sein Beharren an seinem Amt gegen alle Bestimmungen der Satzung und gegen alle Beschlüsse der Apostelversammlung und auch die Wahrheit seiner „Botschaft“. Das alles hat aber mit dem Ausgangsthema nur noch indirekt zu tun. So interessant und (für mich) bereichernd ich diese Diskussion ansehe, möchte ich mich nun, um nicht noch weiter vom Thema abzudriften, zurückziehen. Vielen Dank an , Gerhard Schunk, Thorsten Ruf und lenoka, die hier ihre Auffassung dar- und zur Diskussion gestellt haben. Liebe Grüße |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 23-11-2009: "Der Christ von morgen wird ein Mystiker sein oder er wird nicht mehr sein" (Karl Rahner, 1966). Auch unsere Gottesdienste werden von den (leider seltenen) Mystikern mit Leben erfüllt, nicht von den Dogmatikern. In der Kirchenleitung scheinen jedoch die Dogmatiker den Ton anzugeben. Übrigens nicht erst seit heute, wie man u.a. an der Abschaffung des Profetenamtes in der NAK sieht. Alles Mystische entzieht sich Regeln und Kontrolle, scheint obskur und verdächtig, als gehe es um dem Stil unserer Frömmigkeit widerstrebende Gefühlsduselei. So hat Rahner Mystik aber garantiert nicht verstanden. Für den Gläubigen zählt nicht die theoretische Einordnung des Heiligen Abendmahls in das eine oder andere theologische Denkmodell. Die bedingungslose Liebe Jesu soll darin erfahrbar sein, wie immer der Gläubige den Vorgang verstehen mag. Wirkung ist Wahrheit. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 22-11-2009: Lieber Thorsten Ruf, es ging mir darum, die Abendmahlsauffassung der NAK darzustellen und auch auf die daraus herzuleitenden Folgerungen hinzuweisen. Mir ist bewusst, dass diese Auffassung von einem großen Teil der christlichen Kirchen nicht geteilt wird. Sie schreiben selbst: ‚Außerdem spricht er Spaltungen an, die Paulus zwar als unausweichlich erkennt, aber er kann Spaltungen im Zusammenhang mit der Gemeinde und dem Abendmahl "nicht loben (siehe Vers 17-20).’ Solche Spaltungen aber bestehen – heute – im Verständnis dessen, was sich bei der Abendmahlsfeier ereignet. Es geht mir gar nicht darum, inhaltlich dazu Stellung zu nehmen, weil es uns vom Thema wegführen würde, sondern darauf hinzuweisen, dass - die NAK über ein genau definiertes und öffentlich gemachtes Abendmahlsverständnis verfügt, auch wenn das offenbar selbst in höchsten Amtsträgerkreisen nicht präsent ist, - dieses Abendmahlsverständnis zu der Konsequenz führt, alle, die dem nicht folgen – also in diesem Sinne „ungläubig“ sind – nicht am Abendmahl teilnehmen zu lassen. Sie schreiben desweiteren: „Das Zerteilen der Christen beim Abendmahl bedeutet daraus abgeleitet, das Zerteilen des Leibes Christi.“ Nun ist das aber nicht die Auffassung des protestantischen Teiles der Christenheit. Ist unwesentlich, ob sich an dem Abendmahl Christen beteiligen, die das Ganze als reine Gedächtnisveranstaltung ansehen, während andere die vergeistigte Gegenwart Christi feiern oder seine stoffliche Materialisierung durch Konsekration und Wandlung? Der Auffassung kann man sein; die unierten Kirchen innerhalb der evangelischen Kirchen sind es offenbar. Es ist aber nicht verwunderlich, dass es sich hier um einen der umstrittensten Punkte in der Ökumene handelt. Es ist, um auf die NAK zurückzukommen, allerdings erschütternd, welches Nichtwissen in diesen grundlegenden Fragen vorhanden ist. Um überhaupt ein Nachdenken darüber in Gang zu bringen, müsste man sich zunächst über der eigenen Lehre bewusst sein und diese vertreten können. Das würde natürlich den taktischen Spielraum im Gespräch mit anderen Kirchen einengen. Den kann die NAK aber durchaus aufgeben, sie wird längst durchschaut. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 22-11-2009: Lieber Thorsten Ruf, ich stimme Ihnen vollkommen zu. Alles, was die Christenheit spaltet, wurde letztlich von Menschen zur Lehre Jesu "dazu getan" - ganz gleich in welcher Kirche. Und alles, was die Einheit unter den Christen verhindert, richtet sich gegen den eindeutigen Wunsch und Willen Jesu. |
| Thorsten Ruf aus Rieschweiler-Mühlbach, 22-11-2009: Liebe(r) badedeno, Bei Ihrer Einschätzung zum unwürdigen Abendmahlsgenuss muss ich Ihnen widersprechen. Sie schrieben "Nach 1. Kor. 11, 27 ff. isst und trinkt, wer unwürdig davon isst und trinkt, sich selbst zum Gericht. Unwürdig ist unter anderem, wer der Abendmahlslehre (immer unterstellt, sie sei wahr) nicht glaubt oder sie ablehnt und trotzdem am Abendmahl teilnimmt." Hier hilft das Lesen der Bibel, um nicht aus dem Liebesmahl ein Angstmahl werden zu lassen (es gibt einige, die regelrecht Panik davor haben, aus irgendwelchen Gründen unwürdig zum Abendmahl zu gehen - mit manchen psychischen Folgeproblemen). Paulus spricht das, was unwürdig macht, im Vers 21 und 22 an: "Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken. Habt ihr denn nicht Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, die nichts haben? ..." Außerdem spricht er Spaltungen an, die Paulus zwar als unausweichlich erkennt, aber er kann Spaltungen im Zusammenhang mit der Gemeinde und dem Abendmahl "nicht loben" (siehe Vers 17-20). Es geht Paulus also keineswegs um eine Abendmahlslehre, an die man glauben muss, um würdig Leib und Blut zu genießen, sondern dass eine würdige Abendmahlsfeier darin besteht, dass man unterschiedliches beiseite stellt und gemeinsam den Tod des Herrn verkündigt (Vers 26). Ich komme dadurch zum gegenteiligen Schluss wie Sie: Jeder, der das Abendmahl feiert und dabei andere Christen ausschließt, herabwürdigt oder beschämt, "der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn" (Vers 27). Die Wichtigkeit der Christen als ein Leib beschreibt Paulus auch in 1. Kor 10, 16 ff: " ... Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist’s: So sind wir viele ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben." Das Zerteilen der Christen beim Abendmahl bedeutet daraus abgeleitet, das Zerteilen des Leibes Christi. Ich kenne die zwei Pole der Abendmahlsproblematik im Zusammenhang der Ökumene und kann sie irgendwie auch beide nachvollziehen: Die einen sagen, das Abendmahl ist das Intimste einer Gemeinschaft, die Abendmahlsgemeinschaft muss somit am Ende des ökumenischen Prozesses stehen, nicht am Anfang. Die anderen sagen, wenn wir noch nicht einmal gemeinsam und feierlich an Christi Opfer denken können, wenn Christus uns dazu einlädt, bringen alle weiteren Bemühungen nichts, die Abendmahlsgemeinschaft muss somit am Anfang des ökumenischen Prozesses stehen. Ich tendiere eher zu letzterer Haltung. Wenn wir das Abendmahl wirklich so verstehen, dass Jesus in unserer Mitte steht und uns zum Mahl lädt, dann können wir schlecht jemanden ausschließen. Das Abendmahl ist doch DIE christliche Tradition, die zusammenführt - und an ihr entzünden sich immer wieder spaltende Feuer. Es bleibt jedem unbenommen, mir zu widersprechen, aber für mich ist das Wahrheit: Wenn wir den Glauben an ein wie auch immer geartetes Sakramentsverständnis als Voraussetzung für die Abendmahlsgemeinschaft sehen, zeigen wir keinen besonders reinen oder starken Glauben, sondern wir legen in Wirklichkeit ein Zeugnis davon ab, dass bei uns das Abendmahl zu einer feierlichen Dienstleistung einer kirchlichen Organisation verkommen ist und nicht mehr Jesus der Einladende ist. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 21-11-2009: Wer am (Katechumenen- und) Konfirmandenunterricht der 1960er bis 1980er Jahre teilgenommen hat (von späteren Jahren weiß ich es nicht), sollte eigentlich darüber unterrichtet sein, welches Abendmahlsverständnis die NAK vertritt. Es war damals üblich, das Buch „Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben“ durchzunehmen. Dort sind (FuA-Ausgabe ohne Datum, mit einem Vorwort von StAp Fehr vom Juli 1992) zum Abendmahl Ausführungen enthalten, die bis heute Gültigkeit haben, denn obwohl die NAK dieses Werk in der Öffentlichkeit nicht gern erwähnt, ist es nach wie vor der neuapostolische Katechismus. Im Abschnitt „b) Das Heilige Abendmahl“ heißt es dazu unter Ziffer 203 unter anderem: „Neuapostolische Christen erleben das Heilige Abendmahl nicht nur als Gedächtnisfeier („das tut zu meinem Gedächtnis“, Lukas 22, 19). Vielmehr ist der Sohn Gottes, an den die Gläubigen gedenken, mitten unter ihnen. Das Heilsgeschehen der Vergangenheit wird im Heiligen Abendmahl vergegenwärtigt, wirkt in die Zukunft und geht dahin, daß Christus das vollenden wird, was er begonnen hat.“ Ziffer 212 „Was geschieht bei der Aussonderung““, befasst sich mit der Wirkung der Konsekration der Hostien. Es heißt dort: „Brot und Wein verändern sich durch die Aussonderung stofflich nicht. In geistlicher Wirklichkeit aber sind sie das geworden, wozu sie ausgesondert sind: Jesu Leib und Blut.“ Damit ist die neuapostolische Abendmahlslehre hinreichend verdeutlicht. Sie geht über die Luthersche Auffassung von der Consubstantiation, also der Gegenwart Christi in mit und unter Brot und Wein hinaus, denn es heißt, in „geistlicher Wirklichkeit“ sei das materielle Mahl Leib und Blut des Herrn geworden. Das ist eher der römisch-katholischen Transsubstantiationslehre nahe, die allerdings die Wandlung des Stofflichen annimmt, ohne dass die Gestalt sich verändert. Es geht hier also nicht um die Anwesenheit Jesu im Geist („wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, will ich mitten unter ihnen sein“), sondern buchstäblich um Leib und Blut Christi, deren Hinnahme durch die Gläubigen sie stärken und das geistliche Leben in ihnen zur Vollendung bringen soll. Schon deshalb handelt es sich um kein Problem einer rhetorischen Fragestellung; das Abendmahlsverständnis der NAK muss vielmehr Konsequenzen für die Teilnehmer haben – im Positiven wie im Negativen, und zwar im Gegensatz zur Annahme Jesu im Wort, unabhängig davon, ob das Abendmahlsverständnis geteilt wird oder nicht. Es handelt sich bei der Konsekrationshandlung nicht um einen Glaubensakt des Einzelnen, sondern um eine Folge dieser Handlung, und das hat Folgen: Nach 1. Kor. 11, 27 ff. isst und trinkt, wer unwürdig davon isst und trinkt, sich selbst zum Gericht. Unwürdig ist unter anderem, wer der Abendmahlslehre (immer unterstellt, sie sei wahr) nicht glaubt oder sie ablehnt und trotzdem am Abendmahl teilnimmt. Die NAK und die römisch-katholische Kirche handeln deshalb nur folgerichtig, wenn sie Christen, die ihre Abendmahlsauffassung nicht teilen, nicht am Abendmahl teilnahmen lassen. Sie würden sich sonst eine Mitschuld am unwürdigen Genuss von Brot und Wein vorhalten lassen müssen. |
| Gerhard Schunk aus Iserlohn, 21-11-2009: Abgesehen von dem Gesamtvorgang und der peinlichen Panne steht u.a. die Frage im Raum: Wie verstehen wir die Abendmahlshandlung? Ich muss zunächst Steffen Liebendörfer Recht geben wenn er schreibt, dass bei uns in diesem Zusammenhang eigentlich nichts gelehrt wurde und das Thema Abendmahlsverständnis kein Thema war. Nun soll die sogenannte Konsubstantiation gelehrt werden d.h., verkürzt gesagt,: Jesus ist persönlich und nicht nur symbolisch anwesend. Die Frage muss hier erlaubt sein: Wo ist Jesus denn, wenn er nicht anwesend ist? Hat er sich vorrübergehend in einen entfernten Winkel unseres Universums zurückgezogen? Klar, eine rhetorische Frage, aber sie macht doch deutlich, dass für den Dreieinigen Gott die Frage nach Zeit und Ort irrelevant ist. Er ist nicht "Bestandteil" unseres Kosmos, er ist gleichzeitig und ständig überall und an keine Materie gebunden. Ob und wie wir Gott (und Jesus) wahrnehmen ist eine Angelegenheit unseres Glaubens. Es kommt nur nur darauf an, ob uns seine Anwesenheit bewusst ist. Wir müssen zu IHM kommen durch unsere Gedanken, durch unsere Bereitschaft ihn zu hören und aufzunehmen. Das ist bei der Abendmahlsfeier besonders wichtig, lässt aber die Frage, ob symbolisch oder tatsächlich, gegenstandslos werden. |
| Steffen Liebendörfer aus Halle (Saale), 21-11-2009: Lieber Michael, besten Dank für die interessante Erläuterung. Mal sehen, was in der Frage noch so auf uns zukommt... ,-) LG Steffen. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 19-11-2009: "... dass die September-BAV einige Lehrrevidierungen, die für den neuen Katechismus vorgesehen waren, abgelehnt hat." Ich habe zunehmend den Eindruck, dass alle guten Ansätze des Stammapostels und einiger europäischer Apostel in Richtung Ökumene bzw. Bereinigung der neuapostolischen Lehre von theologisch nicht haltbaren Elementen und menschlichen Auswüchsen jeweils in den BAV abgeschmettert werden. Dort entscheidet eben weder der Stammapostel noch der Heilige Geist noch die Vernunft, sondern die Mehrheit. Und die wird längst von Bezirksaposteln repräsentiert, denen vor allem am Machterhalt und am Zuwachs in den Entwicklungsländern gelegen ist. Auch wenn das bedeutet, dass unsere Kirche sowohl hier als z. B. auch in Nordamerika bis zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen wird, wenn sie sich nicht ändert. Ganz abgesehen davon, dass auf Dauer kein Segen darauf liegen kann, wenn wir - wider besseres Wissen und nur aus Gründen der höheren Anziehungskraft für bestimmte Kulturen - weiterhin das Evangelium Jesu durch „Dazutun“ verfälschen. Irgendetwas läuft hier gewaltig schief! |
| Michael Koch aus Wuppertal, 19-11-2009: Lieber Steffen, das ist eine sprachliche Ungenauigkeit im Artikel. Es müsste im Konjunktiv stehen, da die NAK nach Aussage ihres Sprechers Konsubstantiation lehrt. LG Michael Koch |
| Steffen Liebendörfer aus Halle (Saale), 19-11-2009: Lieber Michael, in Deinem Beitrag schreibst Du, dass in der NAK die Konsubstantiation gelehrt werde. Dem kann ich so leider nicht zustimmen: In der NAK wurde in diesem Zusammenhang eigentlich gar nichts gelehrt. Das Thema Abendmahlsverständnis war - bedauerlicherweise - kein Thema. Klar war eigentlich nur, dass das Abendmahl nicht im reformierten Sinne verstanden wird. Ob jenseits dessen das lutherische (Konsubstantiation) oder das katholische Abendmahlsverständnis (Transsubstantiation) zum Tragen kommt, ist eine Frage, die hoffentlich spätestens mit dem Katechismus klar beantwortet wird. Soviel Optimismus sei gestattet. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 19-11-2009: Zitat: „Lebendig – offen – auf festem Grund!“ Das ist der Titel des neuen Image-Films der Neuapostolischen Kirche. Nur trifft dieser Titel in keinem Punkt die Realität. Die Lebendigkeit wird ständig unterdrückt, die Offenheit ausgebremst, und der feste Grund? In letzter Zeit hat man eher den Eindruck, sich glaubensmäßig auf Treibsand zu bewegen ... |