
| Vorbereitung hat an Bedeutung gewonnen |
| Unverändert seit Jahrzehnten: Entschlafenengottesdienste |
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| Leserbriefe zu diesem Artikel |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 09-04-2009: Auch ich sehe das ähnlich wie gomifi: die Spannung ist raus. Egal ob nun die Jugend auf einem Friedhof am Ehrenmal singt oder sich sonstige Kreise zusammen finden; die Inhalte sind von Entschlafenengd. zu Entschlafenengd. austauschbar. Darüber hinaus bin ich der Überzeugung, dass viele AT die Veröffentlichung der Kirche zum Jenseitsglauben gar nicht gelesen haben und viele (ausdrücklich nicht alle) nur irgendwo etwas von Änderungen (Schlüsselgewalt etc.) gehört haben. Unsäglich finde ich auch die ins Gebet eingebauten Orte wo Stammapostel und Bezirksapostel dienen. Kurz gesagt: die jetzige Praxis hat sich, subjektiv für mich, ein(fest)gefahren und wird mehr oder weniger routiniert abgespult. Dazu kommt das die Einen klar bekennen: Erettung in der jenseitigen Welt nur bei uns (NAK), die Anderen lavieren und wollen da nicht so klar Stellung beziehen, und den Entschlafenengd. mehr zum Totengedenkgd. oder zu etwas dazwischen machen. Vielleicht wäre weniger mehr und ein wirklicher, von der Gemeinde mitgestalteter, Ewigkeitssonntag die bessere Lösung. Hier könnten Gedenken und Fürbitten gemeinsam stattfinden. Darüber hinaus kann jeder auch für sich selbst außerhalb und innerhalb der Gottesdienste Verbindung suchen mit den geliebten Menschen die nicht mehr in unser Mitte leben aber einen Platz in unserem Herzen haben und fürbittend tätig sein. Ein schönes Osterfest. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 08-04-2009: Ich möchte "gomifi" zustimmen: Die umfangreiche Vorbereitung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Grundlagen des in unserer Kirche praktizierten Entschlafenenwesens äußerst dürftig bzw. teilweise recht brüchig sind. Für manche Geschwister, die einen geliebten Menschen in der Ewigkeit wissen, sind diese Gottesdienste sicher ein Trost. Sie vermitteln das Gefühl, dass man für den Verstorbenen immer noch viel tun kann. Das mag für die Fürbitten noch zutreffen, für die Sakramente findet sich jedoch keinerlei Unterstützung in der Heiligen Schrift. Ich meine, dass wir uns vielleicht besser damit abfinden sollten, dass die Seelen der Verstorbenen in einem Bereich sind, der unserem sehr eingechränkten Wissen und vor allem unserer menschlichen Einwirkung entzogen ist. Warum können wir auch auf diesem Gebiet nicht einfach auf die Gnade und Barmherzigkeit Gottes vertrauen? Er weiß - im Gegensatz zu uns - was für diese Seelen gut und wichtig ist, ihm allein sollten wir sie in unseren Gebeten ans Herz legen. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 06-04-2009: Der als langatmig bezeichnete Gottesdienst: ich hatte ihn allerdings genossen, obwohl ich seit einiger Zeit in Trauer bin (es hört sich so an, als hätte ich dem gleichen GD erlebt), und ich die vorherigen EGD in dieser Trauerzeit kaum überlebte. Auch in meiner Gemeinde gab es häufig EGD-Vorbereitungsstunden, diesmal fand sich wohl niemand dafür. Aber die Geschwister profitieren meist noch davon. Die Predigt hat sich im Vergleich zu früher verändert, es ist nicht mehr eine traurige Stunde, die die meisten Anwesenden nicht verstehen, in der Erlebnisse geschildert werden, die häufig als Träumerei abgetan werden, in der Worte fallen, die man heute als zu exklusives Denken ansehen könnte. Trotz vieler Kritiken am Hintergrund wirkt die Gemeinde neuerdings zwar angespannter, aber auch verständnisvoller. Das fehlende Schlusslied sorgte dafür, dass man bei dem Gehörten noch etwas stehenblieb. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 06-04-2009: Vorbereitung - gut und schön. Gerade bei Entschlafenengottesdiensten tun wir meiner Meinung nach zuviel des Guten. Es fängt schon mit dem Sonntag vorher an. Den Leitgedanken zufolge handelt es sich um einen Vorbereitungsgottesdienst. Womöglich wird am darauffolgenden Mittwoch noch einmal der kommende So. thematisiert. Im EntschlafenenGD selbst hören wir dann erneut das gleiche. Dem Grunde nach geht es doch immer "nur" darum, daß wir gegenüber den Verstorbenen barmherzig sein sollen, daß unsere Gebete ihnen eine Hilfe sein sollen. Wir Zuhörer wissen doch jedesmal, "was kommt". Inhaltlich kann nicht viel gesagt werden, weil wir über die jenseitige Welt fast nichts wissen. Daran ändern auch Vorträge nichts. Eine Übervorbereitung zu einem uns dem Grunde nach nicht zugänglichen Thema bewirkt genau das Gegenteil von dem, was Vorbereitung soll: Abstumpfung anstelle Sensibilisierung. Und das dreimal im Jahr. Weniger ist hier mehr. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 04-04-2009: Ob es um das Entschlafenenwesen geht oder um andere Themen: In der NAK dient jede Predigt primär dem Zweck, DIE KIRCHE zu lehren, zu schützen, zu fördern usw. Im Vordergrund steht grundsätzlich die Wichtigkeit des Apostolats und der Heiligen Versiegelung, die es nur in dieser Kirche gibt und die für die Erlösung der Lebenden und Verstorbenen unverzichtbar sind. Ganz gleich, welches Bibelwort verwendet wird: Am Ende kommt normalerweise immer eins dabei heraus: Nur wer dieser Kirche angehört und dieser Kirche treu bleibt, bzw. nur wer die Sakramente dieser Kirche empfängt, kann das volle Heil erlangen. Nur sehr mutige Amtsträger entziehen sich diesem Automatismus und predigen DEN GLAUBEN an den allmächtigen Gott, das Opfer Jesu und das Heil und die Erlösung, die nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift ganz unmissverständlich allen Menschen zugesagt sind, die ehrlich daran glauben. Sie setzen sich damit leider immer noch dem Vorwurf aus, ?evangelisch? zu predigen und den neuapostolischen Glauben zu verraten ? evtl. auch der Gefahr, ihr Amt zu verlieren. Dass es trotzdem immer mehr werden, betrachte ich als hoffnungsvolles Zeichen dafür, dass der Heilige Geist als Geist der Wahrheit auch in unserer Kirche immer mehr Macht gewinnt gegenüber kleinlichen, menschlichen und eigensüchtigen Denkweisen. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 04-04-2009: @ bagogo Es ist völlig richtig, wenn Du sagst, dass sich so (wie im Zitat angeführt) üblicherweise ein Geistlicher auf seine Predigt vorbereitet. Zu klären wäre nun, was Du unter "NAK-Kreisen" verstehst. Ich bin Geistlicher der NAK. Und ich bereite mich, soweit mir das im Rahmen meiner Möglichkeiten gelingen mag, in der genannten Weise auf jeden Gottesdienst vor. Eine solche tiefgehende und intensive Vorbereitung ist mE unabdingbar, auch wenn man im Gottesdienst immer noch (trotz aller Vorbereitung) für das Wirken Gottes und für Impulse aus der Gemeinde offen sein sollte. Hier muss - mindestens ebenso (wenn nicht gar mehr) wie in der Vorbereitung - dem Heiligen Geist ein breiter Raum gegeben werden, damit die Gemeinde angesprochen, berührt, erbaut, erfreut, gestärkt, getröstet, ... wird. Gleichwohl räume ich gerne ein, dass diese Sichtweise noch keineswegs "Allgemeingut" ist, weil manche Amtsträger noch immer dem Irrglauben anhängen, sie müssten nur an den Altar treten, dann würde da ganz automatisch Gottes Geist reden. Aber wir arbeiten daran, auch diese noch zu überzeugen, sie durch eigenes Beispiel anzuregen. Und mittlerweile kommt aus den Reihen der Gemeinde ein entsprechendes Echo und die Gläubigen fordern eine "gehaltvolle Predigt" ein. Was mich dabei besonders freut, ist die Tatsache, dass es nicht nur Jugendliche und relativ junge Menschen sind, sondern auch eine stattliche Anzahl von Senioren. Es geht vorwärts, wenn auch langsam. Aber es hat keinen Sinn, den Karren so heftig anzuziehen, dass einem die Leute hinten runterfallen. Wir müssen alle mitnehmen. Das Toleranzgebot gilt nicht nur den "Konservativen", sondern eben auch den "Progressiven". Aber Toleranz ist im Christentum nicht allzuweit verbreitet, weil ihr der Ruf nachhängt, alles hinzunehmen, faule Kompromisse zu schließen und eher indifferent zu sein. Christus aber lehrt uns, dass Toleranz keineswegs Mangel an Konsequenz sein muss. Lernen wir von IHM! Friede sei mit Euch allen! |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 04-04-2009: Zitate: "wenn wir dem heiligen Geist mehr Raum geben, insgesamt und erst recht in einer verantwortlichen und ernsthaften Predigtvorbereitung werden auch die Predigten geistvoller, trösten und dienen nicht zuletzt seelischer Erbauung." So bereitet sich ueblicherweise ein Geistlicher auf seine Predigt vor. Ob das in NAK-Kreisen so bekannt ist, koennte man diskutieren. |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 03-04-2009: Lieber bagokale, habe absolut nichts gegen eine offene Kirche, aber bitte auf der Grundlage des Evangeliums. Es können sehr wohl unterschiedliche, konservative, liberale, progressive Meinungen und Ansichten vertreten werden, wenn über allem ein tolerantes und einander zugewandtes Mitteinander steht. Erreicht wird dies m. E. n. durch mehr Geist! Es mag abgedroschen klingen aber ich bin überzeugt: wenn wir dem heiligen Geist mehr Raum geben, insgesamt und erst recht in einer verantwortlichen und ernsthaften Predigtvorbereitung werden auch die Predigten geistvoller, trösten und dienen nicht zuletzt seelischer Erbauung. Dies gilt auch und besonders für Entschlafenengottesdienste. Ich würde mir sehr wünschen, dass unsere Predigten, wie kakaba dies schreibt flächendeckend(er) das Heil Gottes in Jesus Christus erlebbar machen. Dazu wäre eine offenere und freiere Kommunikation unabdingbar und nicht die leider noch allzu häufig anzutreffende Ansicht: über Gottes Wort diskutiert man nicht. Liebe Grüße |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 02-04-2009: Lieber Lebano, ich bin vor 25 Jahren aus Bayern weg, Gott sei Dank. Aber nicht wegen der Predigt, da war ich noch Jugendlicher. Heute lebe ich seit 25 Jahren hier in Niedersachsen/Hannover und bin sehr dankbar, besonders wie wir uns hier in den letzten Jahren entwickelt haben, habe ich seit 1987 erlebt und bin wie gesagt sehr danbar dafür. Ich selbst Trage das Priesteramt und würde mich über so eine Wortverkündigung nur schämen. Wenn man von mir verlanegn würde so etwas zu predigen würde ich mich in die Bank setzen, weil ich der Meinung bin dass das einem Priester des Herrn unwürdig wäre. Ich persönlich kann nur die liebe Jesus verkündigen und muss mich an die Bibel halten, denn sie ist Grundlage der NAK-Lehre und sollte sie auch sein. Wir arbeiten immer mehr daran das sie das wird. Eines ist wichtig, jeder der in der Wortverkündigung steht ist für das was er perdigt verantwortlich und kann auch zur Verantwortung gezogen werden. Zum Glück liegt das Heil Gottes bei Gott und nicht in einer Kirchenorganisation. Wir können nur einen Weg zum Heil Gottes anbieten, aber wie gesagt das Heil liegt in Jesus Christus. Ohne Jesus keinen Zugang zu Gott und auch keine ewige Gemeinschaft. Er ist auch Heilsnotwendig und das wird sich nie ändern Entschlafenenwesen ist halt sehr spekulativ, das wissen auch viele Apostel. Jesus hat uns nichts über die Jenseitige Welt gezeigt, er hat uns im unklaren gelassen, es gibt nur dieses eine Bild vom reichen Mann und armen Lezerus. Dieses Bild sagt uns das wir Heute uns Jetzt Jesus annehmen sollen. Jenseits ist Bereich Gottes und hat wehnig Einfluss auf uns und wir keinen Einfluss in diese Bereiche. Wir können nur unsere Gebet vor Gott bringen, was dann Gott tut ist seine Sache. Fürbitten ist im Sinne des Christentums und unsere Verpflichtung. Wenn ich so eine Predigt wie die in Bayern hören würde, hätte ich echten Zweifel ob das vom heiligen Geist kommt und ob da wirklich Jesuliebe im Herzen solcher Brüder lebt. Alles gute. Liebe Grüße Peter |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 01-04-2009: lieber lebano, ja, solche predigten gibt´s noch - leider. zum glück warst du da nur im urlaub. aber eines, so finde ich wird doch langsam deutlich: wir befinden uns auf dem direkten weg zu einer "richtigen kirche" - die bandbreite wird grösser - nach vorn und nach hinten kann (darf) man sich ausrichten. auch wenn das ketzerisch klingt - aber genau das wollten doch einige: eine offene glaubenskultur. jetzt müssen wir nur nochmal das ziel abstecken. liebe grüsse |
| (Name und Ort der Red. bekannt), 01-04-2009: Was ich in diesem Entschlafenengaootesdienst (im Urlaub in Bayern) erleben mußte, war so ziemlich das Schlimmste was ich an ultra orthodoxem Gedankengut innerhalb unserer Kirche in den letzten 20 Jahren zu hören bekam. Aussagen wie: "Knapp vorbei ist auch daneben" oder "Wir dürfen keine Toleranz üben, der wahre Christ ist intolerant und vertritt ohne wenn und aber seine (NAK) Meinung" wurden von einer durch und durch auf NAK-Exklusivität pochenden Predigt begleitet. Der Dienstleiter nahm während des Gottesdienstes einen Brief zur Hand und las daraus vor, ohne den Absender zu nennen. Der ominöse Briefschreiber äußerte üble Vorwürfe gegen die immer ungläubiger werdenden Menschen und wies darauf hin, dass es nur einen richtigen Weg gäbe, wer den nicht geht.... siehe oben: knapp vorbei ist auch.... Ein Co-Predigter schilderte eine Bergwanderung bei der er eine vermeintliche Abkürzung nehmen wollte mit dem Ergebnis, dass es Stunden dauerte bis er wieder auf der "richtigen" Weg (nach oben) war... und nun übertragen wir das ins Geistige.... Die Stimmung war frostig, die Drohbotschaft zum Greifen. Ich war mehr als erschrocken, dass solche Gottesdienste noch gehalten werden und bin ziemlcih ratlos was man dagegen tun kann. Von Nächstenliebe, Einfühlungsvermögen, liebender Handreichung keine Spur. Beim Einsteigen ins Auto sprang mit dem Motor auch das Autoradio an, ein geistlicher Beitrag an diesem Sonntagmorgen über die Liebe Jesu Christi die ausgegossen ist in unsere Herzen, mir kamen die Tränen. |