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| Schwulen-Klausel angewendet |
| Religionslehrer muss Lehrtätigkeit in Gemeinde abgeben |
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Wuppertal (gk). In der Neuapostolischen Kirche existiert eine schwulenfeindliche Regel: „Glaubensgeschwister, die Homosexualität praktizieren bzw. in einer homosexuellen Partnerschaft leben, können keine Amts- und Lehrtätigkeit in der Kirche ausüben.“ Diese hat nun offenbar ein markantes Opfer gefordert. [→] Nach dem im Web verschiedenen Magazine Bilder vom Treffen der Regenbogen-NAK in Dortmund, einer Interessengruppe homosexueller, transidenter und -sexueller Kirchenmitglieder veröffentlicht haben, wurde ein langjähriger Religionslehrer offenbar von seinem Vorsteher entdeckt und daraufhin in Absprache mit der Bezirksleitung von dieser Aufgabe entbunden. Das Treffen fand vom 10.-12. Februar 2006 in Dortmund statt und hatte ca. 60 Teilnehmer. Die Kirche hatte dazu eigens einen Gottesdienst mit Apostel Hoyer organisiert. Der Vorfall ereignete sich in der Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und ist die erste öffentlich bekannt gewordene Anwendung der sogenannten „Schwulen-Klausel“ die im Grundlagenpapier der Neuapostolischen Kirche International (NAKI) vom Januar 2005 publiziert wurde. Nach Einschätzung von Mitgliedern der Regenbogen NAK handelt es sich dabei um einen beispiellosen Skandal. Ob der zuständige Bezirksapostel Dr. Hagen Wend dafür die Verantwortung übernimmt war am Freitag Nachmittag nicht mehr zu klären. Der Sprecher der NAKI, Peter Johanning, stellte gegenüber glaubenskultur klar, dass „unser Bruder nicht von seiner Aufgabe freigestellt wurde, weil er am (Regenbogen-)Treffen in Dortmund teilnahm, sondern weil er sich als Homosexueller geoutet hat.“ Nach den kircheninternen Statuten sei es „nun einmal so, dass homosexuelle Geschwister keine Lehrtätigkeit übernehmen können.“ Cornelia Clauss, eine der SprecherInnen der Regenbogen-NAK, erklärte im Gespräch mit gk, dass die Gruppe auf jeden Fall eine Rehabilitation des Betreffenden fordern wolle. Clauss erhofft sich hier Einsicht der Verantwortlichen in einem bevorstehenden Gespräch mit dem NAKI-Gremium für besondere Angelegenheiten, dem Bezirksapostel Wend vorsteht. Die „Regenbogen NAK“ versucht seit längerem einen vorsichtigen Weg des Dialoges mit der Kirchenleitung. Kritiker dieses Weges hatten allerdings bereits nach dem Erscheinen des Positionspapieres im Januar vergangenen Jahres diese Strategie als gescheitert erklärt weil wesentliche Forderungen der Gruppe von der Kirche nicht erfüllt wurden. |
| m.koch/, 2006-02-24 |
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